Zwischen Show und Understatement: Statussymbole

Statussymbole dienten schon immer dazu, den Platz in der Gesellschaft oder in der beruflichen Hierarchie zu betonen. Doch mit der Zeit haben sich die Prestigewerte verändert.

Wie Sie Statussymbole heute souverän und dezent einsetzen, um Ihre Persönlichkeit zu unterstreichen, erfahren Sie in diesem Beitrag aus dem großen Knigge.

                                                                                                                                                                                                                                           Quelle: Fotolia © tunedin

Werte im Wandel der Zeit

Sind Sie ein Freund von Statussymbolen wie repräsentative Autos, teure Uhren und Designer-Kleidung? Oder lehnen Sie so etwas eher ab? Entscheidend für die eigene Haltung zu Statussymbolen ist vermutlich, wie sie präsentiert werden. Und da manche Menschen dabei eher plump vorgehen, ist es nicht verwunderlich, wenn Statussymbole mit einem negativen Beigeschmack behaftet sind.

 

Ein Paradebeispiel dafür aus dem großen Knigge von der Autorin Alexandra Sievers:
Wissen Sie was „rolexen” ist?

 

Beim Thema „Statussymbole” muss ich sofort an einen ehemaligen Kollegen denken. Eines Tages kam er zu mir an den Schreibtisch und teilte mir mit, dass er nun in seine Mittagspause gehen würde. Dabei grinste er und schob den Ärmel seines Hemdes demonstrativ zurück. Kaum war sein Handgelenk freigelegt, hob er es mir auch schon vor die Nase.

Wow! Ganz schön golden, was da unter der Manschette zum Vorschein kam. Nicht unbedingt schön, aber groß. Vor allem das Krönchen auf dem Zifferblatt und der Markenname. „In einer Stunde bin ich zurück.“ Mein Kollege tippte mehrmals auf das Uhrglas – und zwar so, dass mir die Herstellerbezeichnung auf keinen Fall entgehen konnte.

"Dann ist es genau …" "Oh, neue Uhr", erwiderte ich. "Nichts Besonderes."

 

Das Handgelenk verschwand wieder aus meinem Blickfeld, und mein Kollege zog los, um auf dieselbe Weise den Rest der Firma darüber zu informieren, dass er nun in die Mittagspause gehen würde. Knapp 20 Jahre ist das her. Und wissen Sie, wie man heute in der Jugendsprache zu einem derart angeberischen Verhalten sagt? "Rolexen." Treffender geht es kaum, oder?

 

Auch Sie kennen vermutlich Personen in Ihrem Umfeld, die sich mit Statussymbolen aufplustern. Damit zeigen diese Menschen jedoch: Den Status, den sie demonstrieren, haben sie gar nicht, sondern hätten ihn nur gern. Und sie versuchen das, was ihnen fehlt, durch ein Prestigeobjekt zu simulieren. Aber: Statussymbole können die berufliche wie gesellschaftliche Position nur unterstreichen, aber niemals ersetzen.

Wie Sie diese Symbole dezent und dennoch effektiv einsetzen, um Ihren persönlichen Status zu betonen, lesen Sie in diesem Beitrag aus dem großen Knigge.

Ohne Statussymbole geht es nicht

Statussymbole gehören zu Ihrem beruflichen und privaten Alltag. Und manchmal erkennen Sie vielleicht erst auf den zweiten Blick, womit Ihr Gegenüber seinen Status demonstriert. Denn Statussymbole sind weit mehr als die Klassiker Rolex-Uhr, Luxuslimousine und Lacoste-Polohemd.

In der Soziologie bezeichnet der "Status", wie eine Person in die Hierarchie der Gesellschaft eingegliedert ist. Statussymbole wiederum zeigen, wie sich ein Mensch selbst in der Gesellschaft verortet oder durch verliehene Statussymbole wie zum Beispiel Auszeichnungen verortet wird.

"Status" ist nicht gleichbedeutend mit Macht und Reichtum

Ein gutes Beispiel für eine ganz eigene Form der Statussymbole lieferten die sogenannten Hippies in den 1970er Jahren, die sich von klassischen Reliquien wie E-Klasse-Mercedes und Armani-Anzug – und damit von Reichtum und Macht – deutlich distanzierten. Das bedeutete aber nicht, dass die Hippies auf Statussymbole verzichteten. Vielmehr trugen sie ihre eigene Symbolik zur Schau.

Mit langen Haaren, Blumen und Schlaghosen machte diese Generation deutlich, dass sie die gesellschaftlichen Hierarchien ablehnt. Das typische Erscheinungsbild der Hippies stand nicht für Reichtum und Macht, sondern für Friede, Liebe und Toleranz.

Sie zeigen immer Status

Ganz gleich, ob Sie einen Blick in Ihren Kleiderschrank werfen, die Accessoires betrachten, die Ihnen wichtig sind, oder Ihr Auto nehmen: Bei genauerem Überlegen werden Sie feststellen, dass Sie jeden Tag auf sehr vielfältige Weise Ihren Status demonstrieren.

Mit Ihrer Business-Kleidung verdeutlichen Sie meist die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Berufsgruppe oder unterstreichen die Position, die Sie erreicht haben. Auch Ihre Freizeitkleidung kann viel über Sie „erzählen“. Ihr Auto, Ihr Schmuck, der edle Kugelschreiber: Mit diesen Dingen zeigen Sie, worauf Sie Wert legen, und signalisieren damit Ihren Status.

Vorsicht vor Fehlinterpretationen

Marken- und Qualitätsbewusstsein sind für andere erkennbare Anzeichen, dass Sie im Leben etwas erreicht haben. Aber Vorsicht vor dem Umkehrschluss! Nicht jeder, der auf diese Symbole verzichtet, macht das aus finanziellen Gründen.

 

Erlebnis von Alexandra Sievers : Der Schein kann trügen

 

Als ich 25 Jahre alt war, hatte ich nach dem Studium endlich genug Geld gespart, um mir mein erstes Auto zu kaufen: einen sieben Jahre alten D-Kadett in jadegrüner Metallic-Lackierung. Allerdings war die Lackierung nur noch unter dem Nummernschild einwandfrei erhalten geblieben, da der Wagen bereits einen Hagelschaden hinter sich hatte. Mir war das egal. Ich liebte dieses Auto!

Und das auch noch sieben Jahre später. "Wie kannst du nur mit dieser alten Karre herumfahren?", wurde ich immer wieder gefragt. "Der passt doch gar nicht zu dir!"

 

Doch, der Wagen passte zu mir! Vielleicht nicht mehr zu meinem Einkommen, meiner Kleidung und meinem Auftreten im Beruf. Aber sehr wohl zu meiner Einstellung, dass mir ein neues Auto niemals so ans Herz wachsen würde wie dieser alte Kadett. Und da dieses Auto meine Privatsache war und ich nirgends damit repräsentieren musste, fuhr ich es, bis der TÜV uns schied.

 

 

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Ihr Auftreten entscheidet darüber, ob Ihr Unternehmen wirklich Erfolg hat!

Quelle: Fotolia ©Saklakova


Natürlich können Sie sich hinter Ihrem Schreibtisch verschanzen. Und andere die Akquise erledigen lassen. Doch kein Anbahnungsgespräch wird so wirksam sein wie das, das Sie – souverän und stilvoll – selbst führen. Wie Sie dabei freundlich, zugewandt und selbstsicher „rüberkommen”, erfahren Sie im großen Knigge.

Und noch viel mehr:

  • wie Sie sich herzlich bedanken (und damit die Kundenbindung erhöhen)
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Die Einstellung hat sich verändert

Ebenso wenig wie der Verzicht auf Statussymbole zwingend auf fehlende Geldmittel schließen lässt, können Sie an den klassischen Symbolen wie rasanter Sportwagen oder teure Uhr eindeutig einen gehobenen Status erkennen. Unserer Generation geht es finanziell viel besser als den Generationen zuvor. Zudem machen Angebote für Null-Prozent-Finanzierungen und verlockende Privatkredite es möglich, sich den einen oder anderen Luxusartikel zu gönnen, der sonst nicht ins Budget gepasst hätte.

Während Schulden auf der Bank früher schlaflose Nächte bereiteten, ist die Bereitschaft, sich Geld zu leihen, heute enorm groß. Kaum jemand bezahlt seinen Autokauf noch bar und aus eigener Tasche. Designer-Möbel, hochwertige Technikgeräte, Urlaubsreisen: Finanzierungen sind mittlerweile in vielen Bereichen Standard. Und was zunächst wie Reichtum aussieht, ist möglicherweise nur der Gegenwert für die roten Zahlen auf dem Konto.

Nicht alles ist, wie es scheint

Das Risiko, dass Sie sich von einer Person – im Positiven wie im Negativen – aufgrund von Statussymbolen ein falsches Bild machen, ist also sehr groß! Sehen Sie diese Prestigeobjekte deshalb nicht als alleinigen Maßstab, sondern bleiben Sie kritisch! Bedenken Sie: Sie könnten sich täuschen oder absichtlich getäuscht werden.

Statussymbole als Zeichen der Zeit

Eine Umfrage, über die Welt Online im Sommer 2010 berichtet hat, kam zu dem Schluss: "iPhone schlägt das Auto als Statussymbol."Auch Designer-Küchen, gute Kleidung und ein Seychellen-Urlaub würden den eigenen Wagen in seiner sozialen Bedeutung übertrumpfen. Das Auto steht heute für Funktionalität und nur noch in Ausnahmefällen – wie bei der Marke "Porsche" – als Statement für das persönliche Prestige (Welt Online vom 24. August 2010).

Somit lässt sich mit dem Auto heute weit weniger Staat machen als früher. Dafür kommen neue Wege und Möglichkeiten hinzu, über die sich Status ausdrücken lässt.

 

Das große Knigge-Extra-Wissen: Ist das iPhone wirklich ein Statussymbol?

 

In unserer heutigen Technologiewelt ist es durchaus ein Zeichen von Status, wenn Sie stets mit der neuesten Generation Handy, iPhone, iPad, Notebook & Co. ausgerüstet sind. Dazu müssen Sie allerdings schnell sein: schneller als alle anderen. Denn ihren Wert als Statussymbol entfaltet die Technik nur dann, wenn sie nicht jeder hat.

 

Das neueste Handy beispielsweise trägt nicht zu Ihrer sozialen Anerkennung bei, wenn es kostengünstig per Handy-Vertrag zu bekommen ist. Besitzen Sie jedoch ein iPhone, auf dessen Lieferung andere noch lange warten müssen, geben Sie zu erkennen, dass Sie Beziehungen oder besondere Möglichkeiten haben – und damit einen besonderen Status.

 

Facebook, Twitter & Co.

Vor allem die junge Generation trifft sich heute „im Netz“: bei Facebook, Twitter & Co. Auch dort wird der Status signalisiert. Allerdings nicht mit den klassischen Symbolen, sondern mit der Darstellung der eigenen Persönlichkeit. Für die Internet-Generation ist es ein Zeichen von hohem Status, viele Freunde zu haben sowie – je nach Idealbild der persönlichen Selbstverwirklichung – aktiv, glücklich und erfolgreich zu erscheinen.

Da dieses Bild nur über die Plattform vermittelt wird und somit nicht überprüfbar ist, bleibt es ungewiss, ob es der Realität entspricht oder lediglich dem Wunschdenken entstammt.

Was heute zählt

"Besonders" und "wertvoll" sind Prädikate für etwas, was schwer zu erreichen oder selten ist. Zu den seltensten Gütern zählt heutzutage "Zeit". Viel Zeit zu haben, kann daher durchaus ein Statussymbol sein: vorausgesetzt, dieser Zustand resultiert nicht aus einer Arbeitslosigkeit. Wenn Sie beruflich erfolgreich und/oder gesellschaftlich aktiv sind, zeichnet es Sie in unserer heutigen leistungs- und erfolgsorientierten Gesellschaft als etwas Besonderes aus, darüber hinaus noch Zeit zu haben.

Quality Time

"Zeit" ist bei unseren hektischen Abläufen im beruflichen wie privaten Alltag ein wichtiges Merkmal von Erfolg. Wenn Sie sich Zeit verschaffen, indem Sie zum Beispiel andere für sich arbeiten lassen, etwa eine Putzfrau oder einen Chauffeur, heißt das nicht nur, dass Sie sich etwas leisten können, sondern auch, dass Sie Ihre kostbare Zeit für andere Dinge benötigen:

  • für Tätigkeiten, die Ihre spezielle Qualifikation erfordern, oder
  • für Dinge, die das Leben angenehm machen.

Immaterielle Werte

Zeit, Freiheit und Selbstbestimmtheit treten heute als Statussymbole neben die klassischen materiellen Werte. Wenn Sie Ihr eigener Herr sind, über Ihr Leben selbst bestimmen, sich Freiheiten gönnen und sich Zeit nehmen können, haben Sie es in den Augen vieler "geschafft".

Auch Minimalismus im Sinne von "Reduktion auf das Wesentliche" ist in der heutigen Konsumgesellschaft ein Ausdruck von Status: also von der persönlichen Positionierung innerhalb der Gesellschaft. Wer sich zum Minimalismus bekennt, lehnt Schnelllebigkeit und Reizüberflutung ab und strebt nach immaterieller, konsumunabhängiger Lebensqualität.

 

Das große Knigge-Extra-Wissen: Entschleunigung statt Tempo

 

 

Den Begriff der "Entschleunigung" gibt es seit 1979. Der Autor Jürgen vom Scheidt führte ihn in seinem Buch "Singles – Alleinsein als Chance" ein. Seither bezeichnet "Entschleunigung" eine Lebensphilosophie, die der "Beschleunigung" des Lebens im Privaten wie im Beruf aktiv entgegenwirkt. Der gesellschaftlichen Hast und Hektik sowie dem allgegenwärtigen "Höher, schneller und weiter!" wird die Entschleunigung als Rückkehr zur Langsamkeit entgegengesetzt.

 

Nicht zu verwechseln mit der gesellschaftskritischen Lebensform des Minimalismus ist der Begriff „Understatement“ – auch wenn dabei unter Umständen ebenfalls bewusst auf materielle Werte verzichtet wird.

 

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Ist Understatement das Gegenteil von Status?

"Understatement" bedeutet so viel wie "untertreiben" – und in dieser Übersetzung liegt der Schlüssel dazu, wie Sie erkennen, ob ein Mensch Understatement betreibt.

Nur wer etwas hat oder ist, kann untertreiben, sprich: so tun, als hätte oder wäre er weniger. Understatement ist somit nicht das Gegenteil von Status, sondern setzt einen gewissen Status voraus.

Understatement ist nicht gleich Understatement

Wenn Sie nicht der Typ sind, der Statussymbole gern offen präsentiert, ist Understatement vielleicht genau der richtige Weg, um auf Ihren Status hinzuweisen.

Typ 1: Das ist mir nicht wichtig

Sie müssen Ihren beruflichen oder gesellschaftlichen Status nicht immer und überall ausdrücken. Und sicherlich gibt es Dinge, die Ihnen nicht so wichtig sind. Vielleicht sind Sie kein Freund PS-starker Fahrzeuge? Vielleicht tragen Sie lieber eine zuverlässige sportliche Uhr als ein teures Schmuckstück?

Understatement bedeutet, dass Sie sich die Freiheit nehmen, selbst zu entscheiden, in welchen Bereichen Ihnen Statussymbole wichtig sind. Und dass Sie sich, obwohl Sie es sich leisten könnten, etwa für eine weniger statusträchtige Ausführung entscheiden.

Aber Achtung! Sie sollten diese Freiheit nicht überdehnen (siehe auch „Warum Sie als Führungskraft Statussymbole brauchen“).

Typ 2: Das muss nicht jeder sofort erkennen

Das Lacoste-Krokodil auf dem Polohemd, das große Prada-Logo auf der Tasche, die Audi-RS6-Aufschrift auf dem Wagen: Diese Statussymbole sollen ins Auge fallen und unmittelbar auf den sozialen Rang aufmerksam machen.

Understatement hingegen bedeutet, dass Sie Werte tragen oder besitzen, die nicht jeder sofort erkennt: beispielsweise dasselbe Auto ohne die Aufschrift fahren oder eine Tasche aus feinstem Leder tragen, deren Wert nicht durch ein Marken-Logo hervorgehoben wird. Bei dieser Form des Understatements sind Ihre Statussymbole nur für die absoluten Kennerkreise offensichtlich.

Typ 3: Das lässt sich auch umschreiben

Sie haben sich doch für eine Rolex-Uhr entschieden? Auch dann ist Understatement möglich, indem Sie nicht die Marke nennen, sondern zum Beispiel darauf eingehen, dass Sie bei Traditionsunternehmen das größte Vertrauen in die Qualität setzen.

Sie fahren einen Porsche Turbo? Vielleicht erwähnen Sie nur, dass Sie Wert darauf legen, mit Ihrem Auto schnell von Ort zu Ort zu kommen. Auf diese Weise betonen Sie nicht das Statusobjekt, sondern das, was Ihnen statusunabhängig wichtig ist.

Understatement als neues Statussymbol?

Sie erinnern sich noch an das Eingangsbeispiel und an den Begriff aus der Jugendsprache für "angeben" oder "aufschneiden": "rolexen"? Understatement ist genau das Gegenteil. Es bedeutet nicht zwingend, dass Sie auf Luxus verzichten müssen, sondern dass Sie bewusst kein Aufheben darum machen.

Gerade aufgrund dieses dezenten Vorgehens ist Understatement ein echtes Statussymbol, das von hochkarätigem Verhalten zeugt.

 

Der große Knigge-Extra-Tipp: Lehnen Sie Statussymbole nicht unbedacht ab!

 

Achtung beim Understatement! Auch wenn Sie sich nicht gern mit offensichtlichen Statussymbolen schmücken: Lehnen Sie Orden, Abzeichen oder Ehrenbezeugungen, die Ihnen beispielsweise von Ihrem Verein, Ihrem Unternehmen, Ihrer Organisation, Ihrer Gemeinde oder vom Staat zuteil werden, nicht unbedacht ab.

Das Wort "Symbol" bedeutet, dass etwas zeichenhaft für etwas anderes steht. Lehnen Sie dieses Symbol ab, lehnen Sie auch den Wert ab, der dahintersteht. Sie brüskieren die Menschen, denen dieses Symbol wichtig ist, und missachten damit deren Kultur und Werte.

Denken Sie bitte daran: Wer die Friedenstaube erschießt, hat nicht „nur“ einen Vogel erledigt.

 

Status zeigen: Kür oder Pflicht?

Konventionelle Statussymbole entsprechen den gesellschaftlichen Wertesystemen: Wohlstand und Macht gelten als erstrebenswert. Konventionelle Statussymbole zeugen somit von Ihrem Fleiß, Ihrer Disziplin, Ihrem Talent, Ihrer Ausdauer, Ihrer Intelligenz und Ihrer Leistungsbereitschaft. Auf all diese Attribute kommt es im Geschäftsleben besonders an.

 

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Moderne geschäftliche Umgangsformen haben nichts mit der Frage zu tun, ob man zu anderen Menschen höflich ist oder nicht. Das ist eine Selbstverständlichkeit.

Moderne Umgangsformen heute heißt: Sie wissen, in welcher Reihenfolge Sie Gäste unterschiedlicher Herkunft und Nationen stilvoll begrüßen. Wie Sie mit eigenen Fehlern souverän umgehen und Chancen statt Niederlagen daraus machen. Welche Kleidung zu welchem Anlass angemessen ist. Wie Sie mit unterschiedlichen Mitarbeitertypen kommunizieren.

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Mit Statussymbolen gezielt beeinflussen

Im Unterschied zum Understatement sind die klassischen Statussymbole für Ihre Mitmenschen offensichtlich. Und da Sie Ihre Statussymbole weitgehend frei wählen können, haben Sie auf diese Weise die Möglichkeit, gezielt zu beeinflussen, welches Bild sich Ihre Mitmenschen von Ihnen machen. Sie können ohne Worte kommunizieren und zeigen, was Ihnen wichtig ist und worauf es Ihnen ankommt.

Entscheidend dabei ist der so genannte Halo-Effekt, der Sie dabei unterstützt, dass Ihr Gegenüber Sie so wahrnimmt, wie Sie es sich wünschen.

 

Das große Knigge-Extra-Wissen: Der Halo-Effekt

 

Menschen nehmen neue Bekanntschaften verzerrt wahr. Entdeckt ein Beobachter an einer Person eine positive Eigenschaft, tendiert er dazu, ihr weitere positive Eigenschaften zuzuschreiben. Findet er hingegen eine negative Ausprägung, so unterstellt er ihr weitere davon, um das Persönlichkeitsbild abzurunden. Psychologen sprechen in diesem Zusammenhang vom Halo-Effekt.

Halo kommt von hàlos (griechisch) und bedeutet „Lichthof“: Der Beobachter nimmt eine Eigenschaft wahr und schließt daraus auf das Ganze.

 

In Bezug auf Statussymbole bedeutet das, dass Ihr Gegenüber Ihnen aufgrund einzelner Statussymbole bestimmte Eigenschaften unterstellt. Schreibt Ihr Gesprächspartner Ihnen auf den ersten Blick eine hohe hierarchische Stellung im Beruf zu, wird er Sie auch als kompetent und erfahren einschätzen.

Statussymbole wirken nur, wenn sie (an)erkannt werden

Orden, Sterne, Abzeichen: Die Statussymbole des Militärs sind eindeutig – allerdings nur wenn Sie sich damit auskennen. Ganz ähnlich ist es bei den Symbolen, mit denen die heutige Jugend ihren Status demonstriert. Wenn Sie keine Kinder im entsprechenden Alter haben, werden Sie vermutlich nicht wissen, welche Turnschuh- oder Jeans-Marke gerade angesagt ist.

Viele Statussymbole haben nur innerhalb einer bestimmten Gruppe einen hohen Wert. Außerhalb erzielen sie keine Wirkung, da sie nicht entsprechend zugeordnet werden. Machen Sie sich deshalb klar, mit welchen Menschen und Gruppen Sie es zu tun haben, wenn Sie Statussymbole gezielt einsetzen. Sie erreichen nur dann eine positive Wirkung, wenn Ihre Statussymbole erkannt und anerkannt werden.

Warum Sie als Führungskraft Statussymbole brauchen

Stellen Sie sich vor, ein Volk hätte keinen König. Nach langer Suche wird ein bescheidener und rechtschaffener Mann gefunden, der dieses hohe Amt übernehmen will. Das Volk jubelt. Die alte Krone wird wieder aufpoliert, das Zepter mit neuen Edelsteinen versehen, das baufällige Königsschloss von Grund auf renoviert, die Kutsche für die Krönungsfeierlichkeiten saniert – endlich steht alles bereit für die Krönungszeremonie.

Und jetzt sagt dieser König, er möchte lieber in seinem Reihenhaus am Stadtrand wohnen bleiben, weiter seinen 7 Jahre alten Golf fahren und seine Anzüge von der Stange auftragen. Damit wird er sein Volk enttäuschen: Diesen König kann man nicht besonders gut herzeigen. Das Volk fühlt sich schlecht repräsentiert – nur die wenigen Intellektuellen fühlen sich vielleicht bestätigt. Als Chef oder Chefin haben Sie ähnliche Repräsentationspflichten, die Sie durch entsprechende Statussymbole unterstreichen sollten.

Ihr Team will zu Ihnen aufblicken

Kein Mitarbeiter hat Spaß daran, einer grauen Maus zuzuarbeiten! Für das Selbstbewusstsein Ihres Teams ist es vielmehr wichtig, dass Ihre Mitarbeiter zu Ihnen aufblicken können. Gedanken wie "Ich will auch bald so ein Auto fahren wie mein Chef" oder "Ich will auch nur noch Business-Class fliegen wie meine Chefin" sind wichtige Leistungsantriebe. Pflegen Sie deshalb die Statussymbole, die in Ihrem Unternehmen und in Ihrer Branche von Bedeutung sind.

Mit Statussymbolen bekennen Sie Farbe

Via Statussymbole zeigen Sie nicht nur, was Ihnen wichtig ist, sondern auch, was Ihnen weniger wichtig ist. Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass Sie nicht jedermanns Liebling sein können. Mit einer Luxuslimousine etwa zeigen Sie, dass Sie Wert auf Bequemlichkeit und Exklusivität legen. Gleichzeitig demonstrieren Sie aber auch, dass Ihnen die Umwelt nicht so wichtig ist, denn sonst hätten Sie ein Drei-Liter-Auto oder wären mit dem Fahrrad unterwegs.

Im Privaten entscheiden Sie selbst, wessen Darling Sie sein wollen. Im Business gilt die Regel: Statussymbole korrelieren mit der Firmenhierarchie.

Brechen Sie diese Regel nicht!

Fühlt sich Ihr Chef statusmäßig von Ihnen übertrumpft, könnte er leicht auf den Gedanken kommen, dass Sie bei ihm zu viel verdienen. Das Gleiche gilt für Ihre Kunden: Entdecken sie bei Ihnen Luxus, den sie sich selbst nicht leisten können, sind Neid und Missgunst nicht weit entfernt. Möglicherweise versuchen Ihre Kunden dann die Preise zu drücken. Das ist sicher weder gut fürs Geschäft noch für Ihr weiteres berufliches Vorwärtskommen!

Das Klischee-Beispiel "Auto"

Ihr Wagen sollte so gewählt sein, dass Sie immer noch zu Ihrem Chef aufschauen, Ihre Mitarbeiter zu Ihnen aufblicken und Ihre Kunden Sie als gleichwertigen Gesprächspartner akzeptieren können, ohne neidisch zu werden. Zugegeben, das gleicht einer Gratwanderung. Aber es ist zu Ihrem Vorteil, wenn Sie Ihre Statussymbole mit Fingerspitzengefühl wählen und dabei die Hierarchie beachten.

 

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Umgangsformen sind ein Statussymbol

Eines der wichtigsten Statusmerkmale, das Sie pflegen können, ist Ihr Verhalten gegenüber anderen! Dafür müssen Sie nicht jahrelang sparen, und gutes Benehmen ist für Sie sicher selbstverständlich. Mit Ihren Gesten, Worten, Tischmanieren und Ihrem ganzen Verhalten verraten Sie sehr viel über Ihren Status! Durch gute Umgangsformen symbolisieren Sie Ihrem Gegenüber beispielsweise, dass Sie

  • eine gute Kinderstube haben,
  • die Spielregeln der Kommunikation und des höflichen Miteinanders beherrschen,
  • ein zuverlässiger Partner sind.

Gute Umgangsformen werden privat wie im Beruf und insbesondere von wirklich einflussreichen Menschen honoriert. Wer keine angemessenen Umgangsformen hat, bekommt von gewissen Personenkreisen keine Anerkennung, wie viel Statussymbole er sonst auch präsentieren mag.

 

Der große Knigge-Experten-Tipp: Gelassenheit und Status

 

Die Formen, wie erfolgreiche Menschen mit anderen umgehen, sind leise. Laute und erregte Menschen hingegen erwecken den Anschein, dass sie sich nicht einmal selbst kontrollieren können. Erfolgreiche und souveräne Menschen gehen auch davon aus, dass man ihre Wünsche an sanften Gesten erkennt.

 

Achten Sie einmal darauf: Je einflussreicher und mächtiger Menschen sind, desto weniger Aufwand brauchen sie, um den Kellner zu rufen, Mitarbeiter anzuweisen oder Beschwerden vorzubringen: Da genügt ein Wink, eine kurze, aber nicht unfreundliche Bemerkung oder Klartext – der Rest ergibt sich von selbst.

 

Entscheidend bei jedem Statussymbol: Souveränität

Wenn Sie Ihren Porsche an der Ampel abwürgen, werden Sie sicher Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Aber kaum einer wird Ihren Wagen bewundern, sondern eher wird Ihnen der Status „schlechter Autofahrer und dazu noch Angeber“ zugeschrieben. Denn wer Statussymbole nicht souverän und routiniert bedient, macht ihre Wirkung zunichte oder verkehrt sie ins Gegenteil.

Statussymbole werden sofort abgecheckt

Bei Statussymbolen im Beruf geht es oft um Arbeitsmittel – bei Handwerkern ebenso wie bei Managern. Der erste Blick eines Handwerkers gilt dem Werkzeug, das der Kollege verwendet – bis hin zur Marke des Werkzeugwagens. Bei Führungskräften ist das nicht anders. Auch der Umgang mit dem jeweiligen Werkzeug wird mit Argusaugen beobachtet!

Wenn Sie zwar den neuesten und mit Software vollgestopften Laptop haben, bei der Multimedia- Präsentation aber den Beamer nicht richtig einstellen können, überzeugen Sie niemanden.

Das große Knigge-Expertenwissen: Sie werden es immer wieder beobachten: Menschen, für die ihre Statussymbole selbstverständlich sind, benutzen sie mit großer Gelassenheit. Das Gesamtbild wirkt dadurch stimmig und überzeugend.

Typische Statussymbole im Beruf

Der Titel auf der Visitenkarte, die Ausstattung des Dienstwagens, das Erste-Klasse-Ticket bei der Bahn, die Business-Class bei der Lufthansa, die Größe des Büros, eine eigene Sekretärin: All das sind Statussymbole, die Ihnen einen Hinweis darauf geben, auf welche Stufe in der beruflichen Hierarchie eine Person angesiedelt ist. In einigen Firmen können Sie von der Lage und Ausstattung eines Büros sogar ganz klar ableiten, wie viel Verantwortung und Macht jemand hat.

Statussymbol: Ihr Büro

Nur wenn Sie wirklich eine Top-Position besetzen, muss Ihr Büro auch Repräsentationsansprüchen genügen. Ansonsten genügt es, wenn Besucher den Eindruck gewinnen, dass hier jemand konzentriert arbeitet. Dass Ordnung für diesen Eindruck unentbehrlich ist, ist für Sie gewiss nicht erwähnenswert.

Eine persönliche Note darf sein – zu viel Privates sollten Sie jedoch vermeiden. Wenn Ihr Büro zu klein ist, um Besucher zu empfangen: Weichen Sie auf den Konferenzraum aus. Gibt es keinen in Ihrer Firma, bietet es sich an, ein Besprechungszimmer in einem Hotel zu mieten.

Statussymbol: Ihr Geschäftswagen

Beim Geschäftswagen werden die Hierarchien besonders deutlich. Sehr beliebt in Führungsriegen sind die Luxusmodelle von Mercedes, Audi und BMW. Doch ganz gleich, von welcher Marke Ihr Wagen ist: Absolute Sauberkeit und Pflege außen wie innen sind ein Muss!

Eignet sich Ihr Wagen nicht, um Ihren Status angemessen zu repräsentieren: Nehmen Sie ein Taxi, oder reisen Sie mit der Bahn beziehungsweise dem Flugzeug an. Der Zusatznutzen für Sie: Sie können die Zeit im Zug oder im Flugzeug bequem nutzen, um sich auf Ihren Termin vorzubereiten, und kommen nicht gestresst bei Ihrem Gesprächspartner an.

Kaum noch Statussymbole: Notebook und Handy

Vor Jahren galt es durchaus noch als Statussymbol, Termine in ein neues Handy einzutragen und die Besprechungsnotizen in ein schlankes Notebook oder ein winziges Palm zu tippen. Mittlerweile gehört das zum beruflichen Alltag und hat daher als Statussymbol ausgedient.

Es ist also im Berufsleben kein Image-Einbruch, wenn Sie ein anderes Gerät als eines der Marktführer benutzen. Das Wichtigste ist, dass Sie es routiniert bedienen.

Typische Statussymbole im privaten Bereich

Auch im privaten Bereich und auf offiziellen Parkett zeigen Sie durch Ihr Verhalten, Aussehen und Auftreten, wie Sie sich in der Gesellschaft positionieren.

Statussymbol: Ihr Beruf

Lernen sich 2 Menschen im privaten Bereich kennen, fällt meist schon bald die Frage: "Was machen Sie (machst du) beruflich?" Bestimmte Berufsgruppen, wie Ärzte, Anwälte oder Piloten, genießen ein besonders hohes Ansehen. Auch Popularität und Berühmtheit zeugen von Status.

Damit auch Ihr Beruf sofort mit dem entsprechenden Status verbunden wird, legen Sie sich am besten einen Satz zurecht, der Ihren Beruf positiv beschreibt. „Ich unterstütze Menschen dabei, das Beste aus ihrem Typ zu machen …“ klingt beispielsweise interessanter und weckt mehr Neugier als „Ich bin Friseur …“.

 

Das große Knigge-Experten-Erlebnis: Nur tippen?

 

"Und, was machst du so beruflich?" – Auf diese Frage habe ich anfangs, nachdem ich mich als Redakteurin selbstständig gemacht hatte, geantwortet: "Ich bin Schreiberling." Was mich gewundert hat: Niemand hat je nachgefragt, für wen oder über was ich denn schreiben würde.

Doch dann wurde mir klar, dass ich mit dieser Berufsbeschreibung den Eindruck erweckt habe, ich hätte ein Schreibbüro und würde für meine Kunden "nur" tippen und nicht "schreiben". Seit ich mich als "freie Redakteurin" vorstelle, heißt es jetzt jedes Mal: "Oh, das ist ja interessant …"

 

Statussymbol: Ihre Aktivitäten

Sie sind ehrenamtlich aktiv? Dann ist das ein Statussymbol. Denn wer sich für das Wohl anderer einsetzt, zeigt, dass er genügend Ressourcen hat, um zusätzliche sinnvolle Aufgaben zu übernehmen. Aktive Menschen genießen allgemein einen höheren Status als „Couch-Potatoes“, die ihre Freizeit am liebsten mit einer Chips-Tüte vor dem Fernseher verbringen.

Daher zählen beispielsweise auch sportliche Aktivitäten und Vereinsmitgliedschaften zu den Statussymbolen im privaten Bereich

Statussymbol: Ihr soziales Umfeld

Wer ist der Mann oder die Frau an Ihrer Seite? Mit wem sind Sie befreundet? Von wem werden Sie begrüßt? Und wie? Formell oder herzlich? Zu welchen Feierlichkeiten und Veranstaltungen werden Sie eingeladen? – Im privaten und gesellschaftlichen Bereich prägen nicht nur Sie selbst Ihren Status, sondern auch die Menschen, die Sie umgeben.

Das soll natürlich nicht heißen, dass Sie Ihre Freunde und Bekannten nur danach auswählen sollen, wer dazu beiträgt, Ihren Status zu erhöhen. Aber das Wissen, dass von anderen auch auf Ihre Person geschlossen wird, kann nicht schaden. Und genauso ist es nützlich, sich vor Augen zu halten, dass auch Sie den Status anderer erhöhen. Wenn Sie sich fragen, wer Ihre echten Freunde sind, werden Sie feststellen, dass das Thema "Status" bei dieser Überlegung überhaupt keine Rolle spielt.

Wie viele Statussymbole brauchen Sie?

 

Die Management-Trainerin Vera F. Birkenbihl sagte:

 

"Ein Mensch, der sich hauptsächlich um die Befriedigung seiner Statusbedürfnisse kümmern muss, hat noch nicht genügend Kraft, sich selbst zu verwirklichen. Er verwirklicht lediglich seine äußere Schale, gewissermaßen seine Verpackung."

 

Ein Statussymbol, das allerdings jeder Mensch besitzen sollte, sind gute Umgangsformen. Darüber hinaus ist es – ausgenommen im Berufsleben – Ihre freie Entscheidung, wie viel Wert Sie auf Statussymbole legen. Möglicherweise sind Minimalismus und Unterstatement ja Ihre Form, Ihren Status zu demonstrieren? Vielleicht lieben Sie aber auch funkelnde Juwelen, die sofort ins Auge stechen, oder rasante Sportwagen, deren faszinierendes Motorengeräusch niemand überhört?

Ganz gleich, welche Statussymbole Ihnen persönlich wichtig sind. Entscheidend ist, dass Sie souverän und dezent mit ihnen umgehen. Und ebenso sorgsam! Das gilt auch dann, wenn es Ihr Statussymbol ist, Zeit zu haben.

http://www.stil.de/der-grosse-knigge.html?sid=793837

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