Beschwerdebrief oder Gespräch?

Bevor Sie sich zu einem Beschwerdebrief entschließen, überlegen Sie bitte: Ist in diesem Fall ein Gespräch unter vier Augen nicht die bessere Lösung? Dazu der große Knigge:

Bei einem geringfügigen Anlass wirkt eine schriftliche Äußerung schnell überzogen. Auch wenn ein Ärgernis erstmalig auftaucht, ist es in vielen Fällen angebrachter, das Problem anzusprechen, statt einen Brief zu schreiben. Besonders dann, wenn es sich um eine Unstimmigkeit zwischen Menschen handelt, die sich oft oder täglich sehen. Ein Brief empfiehlt sich, wenn …

  • das klärende Gespräch nichts gebracht hat,
  • Sie anderen durch Ihren Brief den gleichen Ärger ersparen können,
  • Sie Ihre Emotionen im Brief besser im Zaum halten als im Gespräch,
  • Sie auf eine sehr sorgfältige Wortwahl achten müssen,
  • Sie schüchtern sind oder Angst haben, „totgeredet” zu werden,
  • einen Beleg für die weitere Verfolgung der Angelegenheit benötigen.