Casual Day - Vorsicht bei der Lässigkeit

Nach amerikanischem Vorbild haben auch deutsche Firmen teilweise den "casual day" oder "casual friday" eingeführt. Die Unsicherheit, wie weit die Lässigkeit bei der Kleidung dabei gehen kann, ist groß. Der große Knigge warnt: "Casual" wird oft falsch interpretiert. Es ist kein Freifahrtschein für zu legere oder freizügige Outfits.

Herren, die normalerweise in Schlips und Kragen im Büro erscheinen, tragen keinesfalls Bermudashorts und Sandalen oder verwaschene, zerrissene Jeans und Sportschuhe ohne Strümpfe. Stattdessen sind modisch-legerer Anzug mit Polo-
hemd, unifarbenes T-Shirt oder Pullover und Woll- oder Baumwollhosen von guter Qualität, eventuell mit Sakko angesagt.
Damen können Klassisches (Hosenanzug/Kostüm) im Schrank lassen. Stattdessen ist hochwertige Freizeitkleidung wie eine leichte Baumwollhose mit T-Shirt oder Pulli angebracht. Lassen Sie sich als Frau am ,,casual day" nicht zu tiefen Dekolletés hinreißen, sonst könnten böse Zungen von ,,Auschnittakquise" reden.
Und: Falls Sie in einem Beruf tätig sind, in dem sonst offizielle Management-Kleidung Usus ist, bedenken Sie bitte Folgendes: Haben Sie einen Außentermin in einer Firma, in der es den "casual friday" nicht gibt, verzichten Sie besser auf Ihre bequeme Kleidung und wählen die übliche Business-Garderobe. Gleiches gilt, wenn Sie an einem solchen Tag Geschäftsgäste erwarten, die aller Voraussicht nach nicht "casual" erscheinen werden besonders wichtig bei ausländischem Besuch, beispielsweise aus Japan.