Die Suche nach den passenden Genesungswünschen

Wenn eine Person schwer erkrankt, ist das nicht nur für den Betroffen, sondern für alle Beteiligten eine tragische und ungewohnte Situation. Gefühle, wie Angst, Kummer und Sorge, scheinen plötzlich allgegenwärtig zu sein und das Denken und Handeln maßgeblich zu bestimmen.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Quelle: Fotolia © Daniela Stärk

In diesen schweren Stunden ist für die erkrankte Person eine liebevolle Geste, aufmunternde Worte oder eine kleine Aufmerksamkeit ein wichtiges Mittel, um wieder auf die Beine zu kommen. Für die Angehörigen, Freunde oder Kollegen ist es zugleich ein Weg, ihre Anteilnahme auszudrücken.


Feinfühligkeit: der Schlüssel zur Genesung


Viele Beteiligte fühlen sich in dieser ungewohnten Situation hilflos und überfordert. Ein angemessenes und sicheres Auftreten fällt häufig schwer, zumal die Betroffenen, aufgrund ihrer Krankheit, möglicherweise überempfindlich oder gereizt reagieren können. Ein unpassendes Wort oder eine ungewollte Geste können in unangenehmen Situationen münden, weshalb es für die Angehörigen besonders wichtig ist, sensibel und feinfühlig zu agieren, um den Gegenüber nicht zu verletzen.

Genesungswünsche richtig formulieren

Tröstende Worte und Anteilnahme am Schicksal der erkrankten Person sind in schweren Zeiten von großer Hilfe. Eine liebevoll geschriebene Karte oder einige Briefzeilen können Balsam für die Seele sein, jedoch benötigt das Verfassen ausreichend Zeit. Die richtige Wortwahl und ein ästhetisches Erscheinungsbild des Genesungsschreibens sind dabei von wichtiger Bedeutung. Leere Floskeln und unrealistische Genesungswünsche für die Zukunft sollten vermieden werden, da sie für den Betroffenen ohne Mehrwert sind. Mit ausführlichen Informationen über den tatsächlichen Gesundheitszustand des Erkrankten können aber nicht nur unangenehme Unter- oder Übertreibungen der Situation vermieden werden, sondern es erleichtert auch, einen von Herzen kommenden und realitätsnahen Genesungswunsch an den Betroffenen zu adressieren. Ratschläge, wie auf eine ausreichende Bettruhe zu achten, oder Druckausübungen in Form von Bitten nach einer baldigen Rückkehr, beeinflussen nicht nur das Gemüt der erkrankten Person negativ, sondern sind im Heilungsprozess ebenso kontraproduktiv, wie unangebracht. Auch arbeitsbezogene Themen, wie die Erwähnung laufender Terminprojekte oder zukünftiger Vertragsbedingungen, haben im Genesungsschreiben an den Chef oder Kollegen nichts zu suchen. Wann und auf welche Weise man seine Genesungswünsche dem Gegenüber vermittelt, sollte wohlüberlegt sein. Je nach Krankheit, Charakter und Beziehung zu der betroffenen Person bedarf es einer anderen Herangehensweise. Bevor es deshalb mit dem Verfassen des eigentlichen Schreibens losgeht, ist es ratsam, sich zunächst das Verhältnis zum Erkrankten zu vergegenwärtigen und sich neben inhaltlichen Aspekten, auch Gedanken über die Erscheinungsform des Genesungsschreiben zu machen.

Das richtige Medium für Genesungswünsche

Häufig werden Genesungswünsche über Karten oder Briefe zum Ausdruck gebracht, was ein guter Weg ist sein Mitgefühl auszudrücken. Emails oder Anrufe können hingegen unangenehm in den Genesungsprozess interferieren. Im Gegensatz zu Verwandten oder Freunden, ist es bei Arbeitskollegen oder Geschäftspartner empfehlenswert, eine neutrale Variante des Briefpapiers oder der Karte zu wählen, um so die nötige Distanz beizubehalten. Passende Formulierungen und Zitate können folgendermaßen aussehen:

  • Ich wünschen Ihnen die Kraft und Zuversicht wieder gesund zu werden.
  • Wir schicken Ihnen liebe Grüße und hoffen, dass sie Ihnen dabei helfen, wieder gesund zu werden.
  • Heilung braucht Zeit. Diese wünschen wir Ihnen. Geduld und Ruhe mögen Sie begleiten.
  • Gesundheit ist weniger ein Zustand als eine Haltung und sie gedeiht mit der Freude am Leben. (Thomas von Aquin)
  • Eine Freude vertreibt hundert Sorgen. (Japanisches Sprichwort)
  • Es ist unglaublich, wie viel Kraft die Seele dem Körper zu verleihen mag. (Wilhelm von Humboldt)

Eine nette Geste kann weiterhin auch ein kleines Geschenk sein, das zusammen mit dem Schreiben gereicht werden kann. Neben Pralinen oder einem bunten Blumenstrauß, der per Versand zugestellt werden kann, sind auch selbst angefertigte Geschenke, wie eine zusammengestellte CD oder gebackene Kekse, ein gelungenes Zeichen der Aufmerksamkeit und der diskreten, aber persönlichen Anteilnahme an dem Schicksal des Betroffenen.


 Wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren wollen, klicken Sie HIER.