Gibt es Vorbehalte gegen eine ungerade Gästezahl?

Einen Vorbehalt gegen eine ungerade Gästezahl gibt es nach wie vor:
Sie sollten es vermeiden, 13 Gäste einzuladen. Die Gefahr ist zu groß, dass Abergläubischen dadurch jegliche gute Laune verdorben würde.

Der große Knigge meint: Andere ungerade Gästezahlen gelten dagegen heute nicht mehr als Stilbruch. Diese Meinung stammt aus einer Zeit, da prinzipiell paarweise eingeladen wurde. Da die rund 15 Millionen Singles in Deutschland seit Jahren gesellschaftlich auch als Einzelpersonen integriert sind, haben sich viele alte Regeln stark verändert. So auch die Einladungs- und Plazierungsgewohnheiten.
Sogar im protokollarischen, hochoffiziellen Bereich sind ungerade Gästezahlen zu einem Dinner nicht verpönt. Im Gegenteil. Dort wird eine solche Zahl manchmal sogar favorisiert. Der Grund: Dadurch kann ein Ehrengast genau in der Mitte einer langen Tafel sitzen.
Haben Sie unter Ihren Gästen eine zu ehrende Person, können Sie diese Praxis für den privaten Bereich übernehmen.
Feststehende Plazierungsregeln für eine ungerade Personenzahl gibt es allerdings nicht. Die Entscheidung hängt vorrangig von der Tischform ab. An runden oder ovalen Tischen lässt sich die Anzahl der benötigten Gedecke symmetrisch verteilen.
An einem rechteckigen Tisch können Sie an den Längsseiten je eine gerade und eine ungerade Gedeck-Zahl wählen. Oder, falls der Tisch nicht zu breit ist, an einem Kopfende für eine Person decken.