Internationale Etikette: So begrüßen Sie im Ausland stilvoll und korrekt (2)

Gerade im Beruf gilt: Kommen Sie mit ausländischen Geschäftspartnern zusammen oder besuchen Sie andere Länder, werden Sie auch daran gemessen, wie gut Sie sich an den landesüblichen Gebräuchen und Sitten orientieren. Schon bei der Begrüßung können Sie zeigen, dass Sie sich stilsicher auf jedem Parkett bewegen können. Der große Knigge zeigt Ihnen hier die wichtigsten Regeln für einige außereuropäische Länder:

  • Russland: Keine Umarmung bei der Begrüßung! Russische Staatsmänner können Sie zwar im Fernsehen häufig bei Küsschen und Umarmungen sehen – dennoch ist diese Form der Begrüßung keinesfalls üblich. Auf diese Art und Weise begrüßen sich ausschließlich gute Freunde und Verwandte. Bleiben Sie also beim üblichen Handschlag mit nur einer Hand. Achtung: Russische Frauen reichen oft gar nicht oder nur zögernd die Hand. Beste Strategie: Sie überlassen es der Frau, ob sie Ihnen die Hand reicht oder nicht.

  • Japan: Hier ist es üblich, sich zur Begrüßung vorzubeugen. Verbeugen Sie sich von der Taille an nach vorn und halten Sie den Rücken gerade. Rücken und Kopf bilden eine Linie. Die Tiefe der Verbeugung hängt von der entgegenzubringenden Achtung und dem Geschlecht des Gegenübers ab. In den meisten Fällen ist eine Verbeugung von 45 Grad angebracht.

  • USA: Der Händedruck findet in den USA nicht so häufig statt wie in Deutschland – aber er ist fast immer begleitet von einem "Hello". Waren bis zum letzten Quartal des 20. Jahrhunderts Männer gehalten, die Hand einer Frau nicht zu schütteln, außer wenn sie ihre Hand zuerst angeboten hat, gelten nun folgende Regeln: Die erste Person, die ihre Hand reicht, wird – unabhängig vom Geschlecht – als warmherzige, freundliche, korrekte Person angesehen. Es ist wie in Deutschland wichtig, einen "guten" Handschlag zu haben. Nicht schlaff, kein Knochenbrecher – aber warm und fest.