Jetzt gibt es auch einen Kirchenknigge (evangelisch und katholisch)

Der Klingelbeutel ist keine Wechselstube und das Weihwasser kein Handwaschbecken. Woraus folgt: Auch in der Kirche kann man sich danebenbenehmen. Und damit das nicht passiert, haben sowohl die evangelische wie die katholische Kirche Benimmleitfäden veröffentlicht.

Der große Knigge hat festgestellt: Die Protestanten geben sich dabei weniger streng als die Katholiken.

  • So ist dort das Klatschen nach einer besonders gelungenen Predigt erlaubt. In der katholischen Kirche dagegen nicht.

  • Piercings, Kleidung aus Lack und Leder sind in der evangelischen Kirche erlaubt. Das Stillen des Babys ebenso. Und den Hut dürfen Damen und Herren aufbehalten.

  • Die katholische Kirche dagegen wünscht „angemessene Kleidung“, die den Körper am besten vollständig bedeckt. So wird in der Broschüre ausdrücklich dazu aufgefordert, dass Frauen ihr Dekolletee bedecken sollen.

  • Auch das Betreten der katholischen Kirche ist geregelt: Sie sollen das "angemessenen Schrittes" tun. Die Herren nehmen ihre Hüte ab.

  • Beide Benimmleitfäden aber fordern vor allem eines: Das Handy ist auszuschalten – und wer im Klingelbeutel nach Wechselgeld kramt, zeigt ebenfalls konfessionsübergreifend schlechtes Benehmen.