Modische Todsünden

Je mehr Haut Frauen zeigen, um so weniger Autorität besitzen sie. Diese Weisheit gilt in der Geschäftswelt nach wie vor. Doch auch die Männer machen sich mit übertriebenem modischen Firlefanz lächerlich. Der große Knigge kennt einige Beispiele:

 

  • Zu den modischen Todsünden der Frauen zählen Ledershorts oder Stretch-Miniröcke kombiniert mit hochhackigen Schuhen oder Stulpenstiefeln. Tiefe Dekolletees sind im Büro ebensowenig angesagt wie hautenge Leggings. Das andere Extrem sind Faltenröcke: Sie machen aus einer Frau eine Matrone und lassen sie brav, bieder und ältlich erscheinen.
  • Modische Fauxpas der Männer sind dandyhafte Fönfrisuren und aufdringliche Parfüms oder After-Shaves. Weiße Socken zu Straßenschuhen sehen ebenso niveaulos aus wie billige schmale Lederschlipse, von Netzhemden ganz zu schweigen. Bermuda-Shorts und Sandalen gehören zum Freizeitlook, nicht aber zur Bürokleidung. Herrenhandtaschen lassen jeden Mann eine Nummer kleiner erscheinen; Aktenkoffer eignen sich viel besser fürs Büro.
  • Die goldene Regel für beide Geschlechter lautet: nicht jeden Modetrend mitmachen. Der Pariser Modezar Karl Lagerfeld prägte dazu den passenden Ausspruch: "Ein Mensch ist eine Persönlichkeit, wenn er nicht mit anderen verglichen wird."

 

Andrea Hurton, Gute Umgangsformen heute.