Selbstvorstellung: Auf diese 4 Punkte kommt es an

Nicht immer ist bei gesellschaftlichen Anlässen eine Person zur Hand, die die Vorstellung zweier Gäste übernehmen könnte. In vielen Fällen müssen Sie sich selbst bekannt machen.

Der große Knigge empfiehlt: Achten Sie bei der Selbstvorstellung auf diese 4 Punkte:

  1. Ohne Titel: Bei der Selbstvorstellung ist es nicht üblich, die eigenen Titel und akademischen Grade zu nennen. Prof. Dr. Mustermann stellt sich als "Thomas Mustermann", Gräfin von Beispiel als "Silvia Beispiel" vor.

  2. Mit Vor- und Zunamen: Zur modernen Selbstvorstellung gehört der Vorname dazu. Die Anredeform "Herr" und "Frau" werden weggelassen. Also: "Ich bin Sabine Meier" statt "Ich bin Frau Fröhlich". Oder: "Mein Name ist Karl Meister" statt "Ich bin der Herr Meister".

  3. Ohne Herr und Frau: Solange Sie nicht wissen, dass Ihr Gegenüber Professor oder Gräfin ist, ist es auch kein Fauxpas, keine Titel zu benutzen. Sobald Sie davon erfahren, sollten Sie jedoch zur höflichen Anrede wechseln: "Herr Professor Mustermann" und "Gräfin Beispiel von". Nach dem BGB ist zwar die Anrede "Frau Gräfin von Beispiel" richtig – sie hat sich aber nicht durchgesetzt.

  4. Keine Maßregelung: Niemand hat einen rechtlichen Anspruch darauf, mit dem akademischen Grad angesprochen zu werden. Die Anrede mit dem akademischen Grad ist ein Zeichen des Respekts und der Höflichkeit, sie kann jedoch nicht offensiv eingefordert werden. Andere zu maßregeln à la "Herr Dr. Mustermann, wenn ich bitten darf" ist arrogant und stillos.