Sprachunwörter, die Sie nicht mehr verwenden sollten: "Beiliegend"

In Gesprächen, aber auch in E-Mails und Briefen fallen immer wieder dieselben sich hartnäckig haltenden Unwörter auf, die anscheinend nicht zu vertreiben sind. Vielleicht entdecken Sie sie möglicherweise auch in Ihrer Korrespondenz oder bei Präsentationen oder in Gesprächen.

Der große Knigge empfiehlt: Fort damit. Es gibt viel aktueller, schönere, bessere und vor allem zeitgemäßere Formulierungen, mit denen Sie – im wahrsten Sinne des Wortes – einfach besser ankommen.

Beispiel: "beiliegend"

Stellen Sie sich Folgendes vor: Sie sind Mitglied eines Gesangsvereins. An einem schönen Tag im Frühling 2011 wandert Ihre Gesangsgruppe über Feld und Flur. Gemeinsam wird ein Lied gesungen: "Singend gehen wir durch den Wald."

Wer geht der sprachlichen Logik nach singend durch den Wald? Richtig. Sie! Nun stellen Sie sich vor, Sie schreiben einen Brief folgenden Inhalts: "Beiliegend übersende ich Ihnen einen Scheck." Wer liegt der sprachlichen Logik nach bei? Richtig. Wieder Sie!

Deshalb: Fort mit "beiliegend, beigefügt, anliegend".

Es ergibt sprachlich einfach keinen Sinn. Schreiben Sie doch besser: "Mit diesem Brief schicke ich Ihnen den angekündigten Scheck", oder "Sie erhalten heute eine Durchschrift der Bestellung …" So einfach geht das!