Stichwort: "Osterhase": Warum verschenkt man zu Ostern eigentlich Eier?

Bald ist Ostern ... Der große Knigge hat für Sie ein paar Fakten zusammengetragen: In vielen Kulturen ist das Ei ein Symbol der Fruchtbarkeit, im christlichen Glauben ist es ein Symbol der Auferstehung: Die Schale steht für das Grab, aus dem neues Leben hervorgeht.

Zu Ostern spielt das Ei eine große Rolle, da die Kirche streng verboten hat, in der Fastenzeit Eier oder Eierspeisen zu verzehren. Doch gerade zu dieser Jahreszeit legten die Hühner besonders gut, sodass große Mengen an Eiern zusammenkamen. Sie wurden aufbewahrt, gekocht oder in Salzwasser eingelegt. Bis Ostern hatte man so viele, dass man sie gern und großzügig verschenkte.

Außerdem gab es ein altdeutsches Eiergesetz, in dem verankert war, dass der Grund- und Bodenzins in Form von Eiern erbracht werden solle. Stichtag für diese Naturalienzahlung war Ostern.

Wie der Hase zum Osterhasen wurde

Auch der Hase gilt als Fruchtbarkeitssymbol und hat sich seit dem 16. Jahrhundert als Eierbote etabliert. In den Jahrhunderten davor hatte er noch Konkurrenten: In Holstein und Sachsen war es der Hahn, im Elsass der Storch, in Hessen der Fuchs und in der Schweiz der Kuckuck.

Die Süßwarenindustrie hat der Hase angeblich durch ein Missgeschick erobert: Ein erfinderischer Bäcker soll missglückte Osterlämmer als Osterhasen angepriesen haben. Wie man allerdings auf die Idee kam, dass der Hase zu Ostern Eier legt, kann sich bis heute kein Mensch erklären.