Zollen Sie Anerkennung durch ein Lob

Der große amerikanische Psychologe Abraham Maslow hat das Bedürfnis nach Anerkennung durch andere als eines der stärksten Motive für das menschliche Handeln herausgestellt. Diesem Bedürfnis kann jede und jeder bei einer Begegnung mit anderen Menschen entsprechen. Der große Knigge verrät wie:

Stellen Sie sich vor, mehrere Personen werden bei einer Vortragsveranstaltung der hauptverantwortlichen Organisatorin vorgestellt. Herr A. sagt daraufhin seinen Namen und den Tagesgruß: "Karsten Adam, hallo". Frau B. fügt an den Tagesgruß den Namen der Dame an: "Guten Tag, Frau Schulze." Frau C. hält sich an die überholte Floskel "Angenehm." Herr D. macht nach dem Tagesgruß eine anerkennende Bemerkung über die Veranstaltung: "Die Referenten haben Sie ausgewählt? Großes Kompliment! Das Hauptreferat hat mir für den Alltag bedeutende Anregungen vermittelt."
Wer der Organisatorin im Gedächtnis bleiben wird, liegt auf der Hand: Natürlich ist das Herr D., der es verstanden hat, ihre konkrete Leistung auf persönliche Weise zu würdigen. Ein auf ihr Aussehen bezogenes Kompliment ("Was haben Sie für ein tolles Kleid an!") jedoch hätte die Organisatorin wahrscheinlich in Verlegenheit gebracht. Sie hätte sich wohl gefragt, was Herr D. damit bezweckte, ihm diese Frage aber nicht stellen können. Darum: Ein privates Kompliment an Menschen, die Sie kaum kennen? Nein! Ein Lob für ihre Leistung? Gern.

Mehr zu Komplimenten und Lob können Sie auch im Themenbeitrag der Woche "Wie Sie mit Komplimenten Beziehungen aufbauen und festigen" erfahren.