Als Kunde ernst genommen und wertgeschätzt werden
Sehr geehrte Leserin,
sehr geehrter Leser,
nach 10 Jahren bin ich wieder einmal in London. Wir
fahren mit einem Doppeldeckerbus durch die Innenstadt.
Da entdecke ich an der Regent-Street die englische
Niederlassung des Computer-Herstellers Apple. Spontan
unterbreche ich mit meiner Frau die Fahrt. Ich bin
kürzlich auf einen Mac umgestiegen. Der Umzug lief
reibungslos, bis auf die E-Mails und Adressen. Mal
sehen, ob mir die Mitarbeiter weiterhelfen können …?
Am Samstagmorgen ist das Geschäft ziemlich voll – kein Wunder, es tummeln sich
neben den Einheimischen auch zahlreiche Touristen aus aller Welt, um die neuesten
Innovationen zu bestaunen. Aber wie gehen die Mitarbeiter mit Problemen um? Nach
meinen Erfahrungen in deutschen Geschäften bin ich skeptisch.
Die erste Mitarbeiterin hört aufmerksam zu. Sie hat von ähnlichen Schwierigkeiten
gehört, weiß jedoch keine Lösung. Obwohl es eigentlich kein Apple-Problem ist,
verspricht sie mir sofort Hilfe und begleitet mich persönlich in den ersten Stock. Dort
gibt es eine „Genius-Bar“, eine lange Theke mit Fachexperten, die auf „Fälle“ wie
mich geradezu warten. Es dauert nur zwei Minuten, dann ist mein Problem gelöst.
Der „geniale“ Mitarbeiter notiert ein Hilfsprogramm, das im Internet zum Download
angeboten wird. Ich fühle mich als Kunde ernst genommen und wertgeschätzt – ein
Gefühl, das ich aus deutschen Elektro-Märkten und Computer-Geschäften nur ganz
selten kenne.
Glücklich ziehe ich von dannen und bin fasziniert vom exzellenten Service-Vorsprung
durch höfliche, zuvorkommende Kundenbetreuung! Diese Umgangsformen „made in
USA and Great Britain“ sprechen mich sehr an.
Auch in dieser Ausgabe von „Der große Knigge“ finden Sie wieder eine Fülle an Tipps, die Ihnen einen privaten
und beruflichen Vorsprung ermöglichen und mit denen Sie Ihre Mitmenschen
begeistern können.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr

Rainer Wälde
Herausgeber Der große Knigge
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