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So verfassen Sie im Handumdrehen persönliche und originelle Weihnachtsgrüße

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So verfassen Sie im Handumdrehen persönliche und originelle WeihnachtsgrüßeOb Brief, ob Karte, ob geschäftlich, ob privat: Wer freut sich nicht über nette Weihnachtsgrüße?

Sie helfen, in Verbindung zu bleiben, Freundschaften zu pflegen und geschäftliche Kontakte zu vertiefen, vor allem, wenn sie nett und persönlich formuliert sind.

Weil es aber zugegebenermaßen nicht ganz einfach ist, sich „alle Jahre wieder“ etwas Neues einfallen zu lassen, unterstützt Sie dieser Beitrag aus dem großen Knigge dabei. Lassen Sie sich von den vielfältigen Tipps, Ideen und Formulierungsvorschlägen inspirieren.

9 Tipps für stilvolle Weihnachts- und Neujahrsgrüße

Ob sich der Empfänger über Ihren Weihnachtsgruß freut oder ob er ihn schnell ad acta legt, haben Sie in der Hand. Wer sich Jahr für Jahr mit einem wie üblich formulierten Standardschreiben begnügt („Frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr“), braucht sich nicht zu wundern, wenn seine Weihnachtsgrüße kaum Beachtung finden.

Nutzen Sie daher die folgenden Tipps, um selbst stilvolle, persönliche Weihnachtsgrüße zu verfassen. Die Tipps gelten gleichermaßen für Serienbriefe, die Sie an mehrere Empfänger versenden, und für individuelle Weihnachtsgrüße, die Sie nur einer einzelnen Person schicken.

Kein langes Grübeln! Orientieren Sie sich an den Ideen und Musterbriefen weiter unten im Beitrag und schreiben Sie im Handumdrehen Weihnachtsbriefe, die aus der Masse herausstechen.

  1. Wählen Sie das Briefpapier mit Bedacht aus

    Für private Weihnachtsgrüße sollten Sie unbedingt hübsches Briefpapier verwenden. Wählen Sie Büttenpapier, einen Schmuckbogen oder individuelles Briefpapier. Auch eine Klappkarte im Umschlag kommt erfahrungsgemäß gut an.

    Achtung: Keine Karten ohne Briefumschlag!

    Meiden sollten Sie dagegen offene Ansichtskarten ohne Briefumschlag. Ein Weihnachtsgruß ist stets etwas Persönlicheres als ein Urlaubsgruß. Daher muss es nicht sein, dass auch Personen ihn lesen können, die der Inhalt eigentlich gar nichts angeht.

    Bei geschäftlichen Weihnachtsgrüßen an Kunden und Geschäftspartner verwenden Sie, sofern vorhanden, den Repräsentationsbogen Ihrer Firma. Das ist der Briefbogen ohne Lieferanschrift, Bankverbindung und Handelsregisternummer.

    Falls Sie keinen Repräsentationsbogen haben, sind auch Klappkarten oder ein Schmuckbogen geeignet. Selbstverständlich dürfen Sie darauf auch Ihr Logo und Ihren Firmennamen abdrucken.

  2. Halten Sie die Anrede persönlich

    Bei geschäftlichen Weihnachts- und Neujahrsgrüßen kann es zweckmäßig sein, den gleichen Brief an alle Empfänger zu schicken. Aber Vorsicht: Bei allgemeinen Anreden wie

    • „Liebe Kunden“,
    • „Liebe Mitarbeiter“ oder
    • „Sehr geehrte Damen und Herren“

    merkt ein Adressat schnell, dass er nur einer in einem großen Serienbriefverteiler ist. Ein solcher Weihnachtsgruß verkommt zu einer bedeutungslosen, da unpersönlichen Geste.

    Selbst wenn Sie für alle Kunden und Geschäftspartner einen einheitlichen Text wählen, versehen Sie Ihre Weihnachtsgrüße stets mit der persönlichen Anrede des jeweiligen Empfängers. Nutzen Sie dafür z. B. die Serienbrieffunktion Ihres Computers.

    Alternative: Anrede von Hand ergänzen

    Wenn Sie es zeitlich schaffen, schreiben Sie die Anrede von Hand, möglichst mit blauer Tinte, damit sie sich vom Rest abhebt. Das zeugt von gutem Stil und verleiht Ihrem Weihnachtsgruß eine persönliche Note.

  3. Inhalt: Belassen Sie es nicht bei langweiligen Standardfloskeln

    Diese Standardformulierung liest man jedes Jahr dutzendfach:

    „Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr wünscht/wünschen …“

    Aber bedenken Sie: Zum Jahreswechsel werden Ihre Freunde, Verwandten, Kunden oder Geschäftspartner von einer regelrechten Postwelle überflutet. Eine Standardweihnachtskarte mit diesen Worten zu unterschreiben und in den Briefkasten zu werfen, grenzt an Zeit- und Geldverschwendung.

    Im Gegensatz dazu bleibt ein individueller Gruß, dem man anmerkt, dass er von Herzen kommt, im Gedächtnis. Nur damit gelingt es Ihnen, eine persönliche Beziehung oder einen Geschäftskontakt zu vertiefen. Dennoch bedeutet das nicht, dass Sie zig Briefe mit unterschiedlichem Text jeweils handschriftlich und individuell verfassen müssen.

    Bei guten Freunden und engen Verwandten werden Sie dies natürlich tun. Bei Geschäftskontakten oder entfernteren Bekannten werden Sie dagegen eher einen Serienbrief schreiben. Eine persönliche Note erhält aber auch dieser, wenn Sie jedes Jahr einen etwas anderen Einstieg oder Aufhänger wählen.

  4. Missbrauchen Sie einen Weihnachtsgruß nicht für Werbung

    Widerstehen Sie bei geschäftlichen Weihnachts- und Neujahrsgrüßen der Versuchung, darin gleich noch die Werbetrommel für eines Ihrer Angebote zu rühren. Das wäre eher kontraproduktiv. Denn der Zweck von Weihnachtsgrüßen besteht ja gerade darin, sich auch bei Kunden und Geschäftspartnern einmal außerhalb der alltäglichen Korrespondenz zu melden und sich für die Zusammenarbeit im betreffenden Jahr zu bedanken.

    Koppeln Sie Ihren Weihnachtsgruß daher nicht mit kommerziellen Botschaften. Verschicken Sie Ihre Werbebriefe, Preislisten und Angebote stattdessen mit separater Post im Advent oder nach dem Jahreswechsel.

  5. Ein Hinweis auf Geschenke oder Spenden ist erlaubt

    „Darf ich in einem Weihnachtsgruß auf mein Geschenk hinweisen oder würde das unbescheiden wirken?“ – So lautet eine häufige Frage zum Thema Weihnachtspost.

    Antwort: Der Hinweis auf das eigene Geschenk ist selbstverständlich erlaubt und wirkt auch nicht unbescheiden – vorausgesetzt, Sie wählen die richtige Formulierung. Am natürlichsten und nettesten wirkt der Hinweis auf das eigene Geschenk, wenn Sie schildern, was Sie sich dabei gedacht haben.

    Das ist bei einem persönlichen Geschenk für einen Freund oder eine Freundin oft einfacher als bei einem (Werbe-)Geschenk an Geschäftskunden. Aber auch unpersönliche Geschenke an Geschäftspartner können Sie kommentieren.

    Ebenfalls erlaubt – und angebracht! – ist ein entsprechender Hinweis, wenn Sie zugunsten der Spende an eine Wohltätigkeitsorganisation auf das Schenken verzichten. Deren Höhe brauchen Sie nicht zu beziffern, Sie können das aber tun, wenn Sie möchten.

    Beispiel für Geschenk- und Spendenhinweise

    Hinweis auf …

    Musterformulierung

    Geschenk (privat)

    PS: „Das ist das Richtige für Profis“, hat die Verkäuferin zu mir gesagt. Ich verlasse mich auf sie. Für dich als passionierte Hobbyköchin wollte ich etwas finden, was es noch nicht in deiner Küche gibt …

    Geschenk (geschäftlich)

    Zusammen mit unseren Weihnachtsgrüßen senden wir Ihnen einen allseits sehr gelobten Roman für ruhige Stunden. Wir hoffen, dass unser Geschenk Ihnen Freude bereitet.

    Spende statt Geschenk
    (meist geschäftlich)

    Statt Weihnachtsgeschenke zu verteilen, werden wir 2009  eine Spende an die Hilfsorganisation CARE richten, die weltweit bei unzähligen Naturkatastrophen den Opfern rasche Hilfe zukommen lässt.

  6. Vermeiden Sie diese typischen Rechtschreibfehler

    Bestimmte Rechtschreib- und Grammatikfehler finden sich regelmäßig in Weihnachtsbriefen. Beachten Sie daher folgende Sprach-Tipps:

    • Das Eigenschaftswort „neu“ wird in der Zusammensetzung „das neue Jahr“ nicht groß-, sondern kleingeschrieben.
    • Es heißt nicht „in’s neue Jahr“, sondern „ins neue Jahr“. Wenn ein Verhältniswort („in“) mit dem bestimmten Artikel „das“ zusammengezogen wird, steht nie ein Apostroph.
    • Der letzte Tag im Jahr heißt „Silvester“ und nicht „Sylvester“.
    • Beim Rückblick auf das Jahr 2009 schreiben Sie korrekterweise im Wesfall (Genitiv) nicht „die Ereignisse diesen Jahres“, sondern „die Ereignisse dieses Jahres“.

    Auf solche Details sollten Sie Wert legen, denn auch die korrekte Schreibweise ist ein Zeichen für guten Stil.

  7. Unterschreiben Sie nach Möglichkeit von Hand

    Persönlich und von Hand unterschrieben sind Weihnachtsgrüße am stilvollsten. Das gilt auch für geschäftliche Weihnachtspost. Am besten unterschreiben Sie mit blauer Tinte. Falls Sie so viele Briefe versenden, dass Sie die Unterschriften unmöglich persönlich bewältigen können, ist ausnahmsweise auch eine eingescannte Unterschrift erlaubt.

    Hier sollten Sie aber beim Ausdrucken auf ausreichende Druckqualität achten, damit die Unterschrift bis auf die fehlende Kratzspur des Füllfederhalters aussieht wie handgeschrieben.

    Der große Knigge-Tipp: Keinen Firmenstempel, keine Allgemeine Geschäftsbedingungen – so treten Sie nicht ins Fettnäpfchen!

    Ein Firmenstempel gehört nicht auf einen Weihnachtsgruß, auch wenn man das immer wieder sieht. Dasselbe gilt für Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB), die bei manchen Firmen standardmäßig auf der Rückseite des Briefbogens aufgedruckt sind.

  8. Was Sie bei der Adressierung und Frankierung beachten sollten

    Am persönlichsten und hübschesten wirkt Ihr Weihnachtsgruß, wenn er handschriftlich adressiert ist. Bei Firmenpost können Sie selbstverständlich auch computerbedruckte Umschläge oder Adressetiketten verwenden.

    Auf die maschinelle Frankierung Ihrer Weihnachtsgrüße sollten Sie aber nach Möglichkeit verzichten. Anstatt den Freistempler einzusetzen, kleben Sie besser richtige Briefmarken mit passendem Motiv auf Ihre Weihnachtspost.

    Das müssen nicht unbedingt die (teureren) Weihnachtsmarken sein, die die Deutsche Post zugunsten der freien Wohlfahrtspflege verkauft. Auch andere Motive eignen sich für diesen Anlass.

    Einige Beispiele zu 0,55 Euro, die derzeit erhältlich sind: die Winter-Briefmarken aus der Sondermarken-Serie „Vier Jahreszeiten“ (selbstklebend), 100. Geburtstag Marion Gräfin Dönhoff, 20 Jahre Friedliche Revolution oder das aktuelle Sonderthema vom Monat Dezember.

    Rechtzeitig Briefmarken kaufen

    Falls Sie Weihnachtsmarken am Postschalter kaufen möchten, kümmern Sie sich rechtzeitig darum. Speziell die Weihnachts-Sondermarken sind dort häufig schon Anfang Dezember ausverkauft.

    Zudem gibt es Sondermarken längst nicht an jeder Verkaufsstelle, sondern meist nur an den Philatelie-Schaltern größerer Postfilialen. Falls Sie keine solche Filiale in Ihrer Nähe haben, bietet sich ein Kauf über das Internet an. Adresse: https://philatelie.deutschepost.de/philatelie/

  9. Versand: Lieber früher als später

    Später als Mitte Dezember sollten Sie Ihre Weihnachtspost nicht verschicken. Der große Knigge empfiehlt die erste oder zweite Dezemberwoche. So ist sichergestellt, dass Ihre Grüße rechtzeitig vor dem Fest eintreffen und nicht etwa in der Flut der sonstigen Weihnachtssendungen untergehen. Ein Weihnachtsgruß, der erst verspätet nach dem Fest ins Haus flattert, lässt auf Vergesslichkeit oder mangelndes organisatorisches Geschick beim Absender schließen.

7 Ideen für stilvolle, nicht alltägliche Weihnachtsgrüße

Ob privat oder geschäftlich – lassen Sie Ihre eigenen Gedanken in Ihren Weihnachtsgruß einfließen und formulieren Sie Ihre Grüße, Ihren Dank fürs vergangene und Ihren Ausblick auf das kommende Jahr stets persönlich. Das macht Ihre Grüße zu etwas ganz Besonderem, unabhängig davon, ob Sie sie geschäftlich oder privat versenden.

Im Folgenden finden Sie Ideen und Mustertexte, mit denen Ihnen mühelos ein stilvoller und persönlicher Weihnachtsgruß gelingt. Wir haben Aufhänger für Sie ausgewählt, damit Ihr Brief auf gar keinen Fall wie „von gestern“ wirkt.

Der große Knigge-Tipp: Keine Belehrungen von Horst Arnold (ehem. Protokollchef im Bundespräsidialamt): „Zitate sind als Briefeinstieg sehr beliebt. Wenn Sie ein solches verwenden wollen, wählen Sie eins aus, zu dem der Empfänger einen persönlichen Bezug aufbauen kann. Schließlich soll Ihr Gruß nicht belehrend oder aufgesetzt wirken, sondern emotional berühren.“

Idee: Texte und Zitate, die sich für jedes Jahr eignen

Einige Texte und Zitate eignen sich für jedes Jahr. Hierzu eine Auswahl, aus der Sie dann einen Weihnachtsgruß formulieren können:

Zitat

So geht Ihr Schreiben dann weiter

„Gott gibt uns Erinnerungen, damit wir Rosen im Winter haben.“

Johann Wolfgang von Goethe,
dt. Dichter
1749–1832

Liebe Dorothee,

eine Erinnerung blüht besonders prächtig und ist eine Rose, die den Winter hoffentlich überdauert: die Freundschaft mit dir, liebe Dorothee. Ich freue mich über unseren „Rosengarten“ und bin schon gespannt, welche vielfältigen Aktionen und Unternehmungen im neuen Jahr auf uns warten.

Liebe Grüße zu Weihnachten sendet dir
Franziska

„Begrüße das neue Jahr vertrauensvoll und ohne Vorurteile, dann hast du es schon halb zum Freunde gewonnen.“

Novalis, dt. Lyriker,
1772–1801

Lieber Herr von Greifenstein,

in dieser Sache bin ich mir sicher. Sie werden mit dem kommenden Jahr ebenso Freundschaft schließen wie mit dem Jahr 2009, das sich jetzt dem Ende zuneigt. Bevor wieder Neues auf Sie einstürmt und Sie sich dem anstrengenden Tagesgeschäft widmen müssen, wünsche ich Ihnen aber ein friedliches Weihnachtsfest und einen Jahreswechsel, bei dem Sie wieder Kraft schöpfen können.

Frohes Fest!
Marion Benrath

„Ein Jahr zählt mir so viel Tage, wie man genutzt hat.“

Georg Bernard Shaw,
ir. Schriftsteller,
1856–1950

Sehr geehrte Frau Haberer,

in diesen Adventstagen wünsche ich Ihnen, dass Sie dankbar und zufrieden auf das alte Jahr zurückblicken können. Und für das neue Jahr wünsche ich Ihnen ganz im Sinne George Bernard Shaws, von dem dieses Zitat stammt, dass es für Sie volle 365 Tage zählen möge!

Zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel die besten Wünsche

Ihre Marlies Schneider

Die große Knigge-Auswahl an Zitaten, die sich für jedes Jahr eignen:

Wir gehn dahin und wandern
von einem Jahr zum andern,
wir leben und gedeihen
vom alten bis zum neuen.

Paul Gerhardt (1607–1676),  aus dem Kirchenlied „Nun lasst uns gehn und treten“

Man muss die Jahre wägen,
nicht nur zählen.

Sigmund Graff (1898–1979), dt. Schriftsteller und Bühnenautor

„Wird’s besser? Wird’s schlimmer?“,
fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich.

Erich Kästner (1899–1974), dt. Schriftsteller

Der du die Zeit in Händen hast,
Herr, nimm auch dieses Jahres Last
Und wandle sie in Segen.

Jochen Klepper (1903–1942), dt. Schriftsteller

Ein Rauch verweht,
Ein Wasser verrinnt,
Eine Zeit vergeht,
Eine neue beginnt.

Joachim Ringelnatz (1883–1934), dt. Dichter

Es gibt bereits alle guten Vorsätze,
wir brauchen sie nur noch anzuwenden.

Blaise Pascal (1623–1662), fr. Mathematiker u. Philosoph

Wenn ein Jahr nicht leer verlaufen soll,
muss man beizeiten anfangen.

Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), dt. Dichter und Dramatiker

Für angenehme Erinnerungen
muss man im Voraus sorgen.

Paul Hörbiger (1894–1981), österr. Schauspieler

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