Wenn der Empfänger unbekannt ist …

… darf man trotzdem in der Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren” schreiben? Ja, meint der große Knigge.

Zwar sei der Plural nicht ganz korrekt, da das Schreiben ja nur an eine Person adressiert ist. Dennoch schreiben alle Umgangsformen-Regeln die Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren” oder „Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren” vor. Da niemand weiß, wer in einem Team oder in einer Abteilung das Schreiben bearbeiten wird, kann die Pluralform als Höflichkeit gegenüber der gesamten Arbeitsgruppe betrachtet werden.

Tipp: Wem die Plural-Anrede zu unpersönlich ist, steht eine andere Möglichkeit offen: beim Empfang oder im Sekretariat den Namen der Person erfragen, die tatsächlich zuständig ist.