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 Soll der Mann aufstehen, wenn eine Dame den Tisch verlässt?

Sieglinde B. schickte der Redaktion des großen Knigge folgende Stilfrage: „Ist es wirklich noch zeitgemäß, dass die Männer aufstehen, wenn eine Dame den Tisch verlässt? Mir persönlich erscheint es sehr umständlich und konservativ (zumindest für meine Generation: Jahrgang 1969).“

Der große Knigge: Umgangsformen ändern sich

Im Alltag kann man beobachten, dass diese Kavaliersgeste verschwindet. Eine repräsentative Befragung des großen Knigge zum Thema Umgangsformen zeigt, dass es gerade den jüngeren Damen zunehmend unangenehm ist, wenn sie den Stuhl zurechtgerückt bekommen oder der Herr für sie aufsteht.

Im Berufsleben ist diese Höflichkeitsgeste oft hinderlich. Stellen Sie sich vor, bei einer fachlichen Besprechung würden die Herren aufstehen, wenn die Auszubildende in der Runde sich erhebt. Die Verhandlungen würden unnötig gestört. Das geschlechtsspezifische Verhalten erscheint unpassend und betont bei der Betroffenen die geschlechtsspezifische Rolle „Frau“ statt die berufliche Rolle „Teammitglied“.

Der große Knigge-Tipp: Der Anlass entscheidet

Bei einem festlichen Bankett oder einem Galadiner sieht es anders aus. Es betont den besonderen Rahmen, wenn der moderne Gentleman für die Dame an seiner Seite aufsteht. Veraltet ist es mittlerweile, dass alle Herren aufstehen müssen, wenn eine Dame sich erhebt.

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Es gibt niemals eine zweite Chance für den 1. (guten!) Eindruck ...

Wie Sie ganz entspannt einen guten Eindruck machen und mit stilgerechter Kleidung und souveränem Auftreten „punkten“, erfahren Sie von den Image- und Stil-Experten im „Großen Knigge“.

 Im Restaurant: Wohin mit Geldbeutel, Handy und Handtasche?

Wo platziert man beim Restaurant-Besuch am besten Accessoires wie Schlüssel, Handy etc.? Hier 5 Tipps aus dem großen Knigge:

  1. Der Tisch ist tabu
    Der Tisch ist den Speisen vorbehalten und als Ablagefläche für Handy, Schlüssel und Handtaschen tabu.

  2. Das Auto ist kein Tresor
    Wertsachen sollten Sie nicht im Auto verstauen – schließlich ist es kein Tresor. Lassen Sie besser alles, was Sie am Abend nicht benötigen, zu Hause.

  3. Der korrekte Platz für die Handtasche
    Sofern Sie sich in einer sicheren Umgebung befinden oder mit dem Rücken zur Wand sitzen, können Sie Ihre Tasche über die Stuhllehne hängen. Wenn Sie Angst vor Taschendieben haben, stellen Sie Ihre Tasche am besten in den Stuhlrücken oder legen sie auf den freien Nachbarplatz, sodass Sie sie im Blick haben. Kleine Abendhandtaschen können Sie auch auf den Schoß legen.

  4. Extra-Tipp für Frauen: Die eleganteste Lösung, eine Handtasche zu verstauen, bietet der sogenannte Handtaschenhalter. Dieser kleine Helfer passt in jede Handtasche und ist beispielsweise auf diversen Internetseiten zu bestellen. Sie befestigen ihn am Tisch und können Ihre Tasche sicher und bequem daran aufhängen.

  5. Extra-Tipp für Männer: Ausgebeulte Sakkotaschen gilt es zu vermeiden. Ein kritischer Blick in den Spiegel gibt Auskunft, ob Sie Ihrem Sakko zu viel zumuten. Ein Knigge-Trainer berichtete einmal von seiner kreativen Idee, das Handy in der Socke zu verstauen und es so – nicht sichtbar – am Körper zu haben. Falls diese Lösung nichts für Sie ist, bitten Sie am besten Ihre Partnerin, es für Sie in der Handtasche zu verwahren.

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Stil & Etikette


 Müssen Handtasche, Gürtel und Schuhe dieselbe Farbe haben?

Eine Leserin des großen Knigge fragte die Redaktion: „Ist es ein Stilbruch, wenn die Handtasche eine andere Farbe hat als die Schuhe und der Gürtel?“

Der große Knigge-Tipp: Damit ein Outfit stimmig wirkt, sollten alle Elemente und Kleidungsstücke in Form, Farbe und Stil aufeinander abgestimmt sein. Das bedeutet aber nicht, dass die Handtasche genau denselben Farbton haben muss wie die Schuhe.

Beispiel: Zu klassischen bordeauxroten Glattleder-Pumps passt keine auffällige Handtasche in signalrotem Wildleder. Eine dunkelgraue oder dunkelbraune Handtasche (etwa aus Glattleder) passt stattdessen gut.

Stimmig wirkt es, wenn Sie auch die Metallfarben aufeinander abstimmen und zum Beispiel zu einem schwarzen Gürtel mit bronzefarbener Schnalle eine Handtasche mit bronzefarbenen Applikationen und Reißverschlüssen wählen.

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 Wem gehört im Kino die Armlehne?

Leserin Rita B. fragte die Redaktion des großen Knigge nach Etiketteregeln für Kinogänger. Der Anlass: Sie war bei einem Kinobesuch neben einem Mann gesessen, der sich ganz schön breit machte und die ganze Armlehne für sich beanspruchte.

Der große Knigge-Tipp 1: Die nonverbale Lösung

Klare Etiketteregeln gibt es nicht, die Armlehne gehört beiden Sitznachbarn. Versuchen Sie zuerst, nonverbal zu Ihrem Recht zu kommen und ein Stück der Lehne zurückzuerobern – aber bitte vorsichtig und ohne spitze Ellenbogen!

Der große Knigge-Tipp 2: Sprechen Sie darüber

Wer spricht, dem kann geholfen werden! Bevor die Armlehne zur hart umkämpften Zone wird, sollten Sie etwas sagen. Verzichten Sie auf Vorwürfe und formulieren Sie Ihren Wunsch etwa so: „Entschuldigung, ich möchte meinen Arm gerne auch auf der Lehne ablegen.“

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 Darf man eigentlich ohne Aufforderung Platz nehmen?

Eine Leserin des großen Knigge war in eine Situation geraten, bei der sie nicht wusste, wie sie sich verhalten sollte. Bei einem Kundenbesuch in einem konservativen Unternehmen musste sie warten, da ihr Gesprächspartner noch telefonierte. Dessen Sekretärin bat sie bereits in den Besprechungsraum, bot ihr aber keinen Platz an. Sie fragt nun: „Ist dies höflich? Hätte ich mich einfach hinsetzen sollen? Ich habe gelernt, dass man sich erst dann setzt, wenn der Gastgeber einen dazu auffordert.“

Der große Knigge: Der Gastgeber bietet den Platz an

Sie haben Recht: Man nimmt erst dann Platz, wenn der Gastgeber dazu auffordert. Diese Regel ist nach wie vor aktuell. Leider kennen viele – insbesondere jüngere Menschen – diese Regel nicht mehr und halten es für selbstverständlich, sich hinzusetzen, wenn es ihnen beliebt.

Wahrscheinlich war sich die Sekretärin ihrer Gastgeberpflichten in diesem Fall nicht bewusst. Für sie war es – wie es aussieht – selbstverständlich, dass Sie es sich bequem machen und sofort Platz nehmen.

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 (Oster-)Brunch 2012: Welche Tischmanieren gelten beim Frühstück? (3)

Welche Regeln gelten eigentlich beim Frühstücksbuffet? Mit diesen Tipps des großen Knigge gelingt es Ihnen, alle Fettnäpfchen erfolgreich zu umschiffen.

Papierserviette

Sollten zum Frühstück nur Papierservietten gereicht werden, handhaben Sie diese heutzutage wie Stoffservietten. Sofern es eine Gastgeberin (alternativ: einen Gastgeber) gibt, folgen Sie ihrem (seinem) Beispiel, sobald sie (er) die Serviette in den Schoß legt. Ist niemand in der Gastgeberrolle, legen Sie die Serviette in den Schoß, bevor Sie mit dem Essen beginnen.

Wenn Sie sich zwischendurch am Buffet bedienen, legen Sie die Serviette links neben Ihrem Gedeck ab. Hält sich jeder an diese Regel, gibt es kein Durcheinander, wem welche Serviette gehört.

Ist das Frühstück beendet, legen Sie die Serviette ebenfalls links neben Ihrem Gedeck ab. Früher wurde die Papierserviette auf den – zum Teil soßenverschmierten – Teller gelegt. Indem Sie die Serviette neben den Teller legen, erleichtern Sie den Service- und Küchenkräften die Mülltrennung.

Trinkgeld für das Frühstückspersonal

Warum sollte das Frühstückspersonal nicht mit einem Trinkgeld bedacht werden? Wenn Sie zufrieden waren, geben Sie es der Servicekraft direkt in die Hand oder lassen es am Tisch liegen.

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Ihr Small Talk-Thema für den 16. Mai 2012*

Das Small Talk-Thema des Tages wird Ihnen präsentiert von stil.de in Kooperation mit small-talk-themen.de. Hier finden Sie eine Übersicht aller bisher erschienenen Ausgaben des „Small Talk-Thema des Tages“.

Hier können Sie sich zu dem kostenlosen Bezug des „Small Talk-Thema des Tages“ anmelden.

 

* Das Small Talk-Thema des Tages finden Sie hier täglich neu & aktuell (außer an Wochenenden und Feiertagen).

Vorurteile im Small Talk: Frau und Technik

Vorurteile haben wir alle. Aber darüber lässt sich reden. Auch im Small Talk. Eine vorgefasste Meinung fand Albert Einstein schwieriger zu zertrümmern als ein Atom. „Ein Urteil“, pflichtete dem Physiker die österreichische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach bei, „lässt sich widerlegen, aber niemals ein Vorurteil.“

Ein klassisches Vorurteil, dass Frau von Ebner-Eschenbach - sie starb 1916 - bestimmt schon kannte, betraf das Begriffspaar Frau und Technik. Angeblich stünden sich hier 2 Welten gegenüber. Ähnliches wurde später über Frauen und Computer gesagt. Wenigstens das hat unsere Schriftstellerin nicht mehr miterleben müssen.

Leider auch nicht die Untersuchung des Computerherstellers Hewlett-Packard, die ein komplett anderes Bild ergab. Demnach gaben 39 % der Männer an, die Arbeitsabläufe im Büro seien komplizierter geworden. Und das ausgerechnet seit der Einführung der Computertechnologie! Bei den Frauen sah es ein wenig anders aus. Nur 27 % teilten die Meinung der Männer.

Zurück zu Albert Einstein und seinem Ärger mit den vorgefassten Meinungen. Als der spätere Nobelpreisträger seine grundlegende Arbeit zur speziellen Relativitätstheorie veröffentlichte, wurde er nach seiner Einschätzung der Reaktion in der Öffentlichkeit gefragt: „Das ist einfach vorherzusagen“, antwortete Einstein.

„Werde ich Recht behalten, werden die Deutschen sagen, ich sei Deutscher, die Franzosen, ich sei Europäer und die Amerikaner, ich sei Weltbürger. Werde ich nicht Recht behalten, werden die Amerikaner sagen, ich sei Europäer, die Franzosen, ich sei Deutscher und die Deutschen, ich sei ein Jude.“ Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen

Ihr

Ralf Höller
small-talk-themen.de


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Der große Knigge Anderen entgegenzukommen, ihre unausgesprochenen Erwartungen zu erahnen und auch in schwierigen Situationen lächelnd souverän bleiben: Diese Dinge kosten nichts. Sie sind nirgendwo zu kaufen.

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18.05.2012   

  Diese Woche aktuell


Der große Knigge
Ausgabe Mai/Juni 2012

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Knigge & Individualität
Knigge & Individualität: So halten Sie sich an die Regeln, ohne sich zu verbiegen



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Agnes Anna Jarosch
Chefredakteurin von
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  • Das große Geburtstags-ABC 2012
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  • E-Mail, Fax, Telefon oder Social Media
    So finden Sie in jeder Situation den richtigen Kommunikations-Mix

  • Reiseknigge 2012
    So treten Sie in den beliebtesten Urlaubsländern stilvoll auf und vermeiden Fettnäpfchen

  • Sagen Sie öfter einmal Danke!
    Text- und Geschenkideen für alle Anlässe
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