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April, April: Sind Aprilscherze noch witzig?
Aprilscherze haben eine lange Tradition, wie der große Knigge weiß: Einige Quellen führen den Brauch auf das Jahr 1564 zurück. Der französische König Karl IX. führte eine umfangreiche Kalenderreform durch und verlegte den Jahresanfang vom 1. April auf den 1. Januar. Viele Menschen feierten aber – zum Teil aus Unwissenheit – weiter am 1. April. Sie wurden als „Aprilnarren“ verspottet und bekamen kleine, nicht ganz ernst gemeinte Geschenke.
Es soll angeblich auch ein 1. April gewesen sein, an dem eine junge Unbekannte Heinrich den IV., König von Frankreich, versetzte. Er erschien pünktlich zum heimlichen Rendezvous – doch statt der Unbekannten erwartete ihn sein ganzer Hofstaat im Lustschloss, allen voran seine Gemahlin Maria von Medici, die ihm dankte, der Einladung zum „Narrenball“ gefolgt zu sein.
Keine heimtückischen Streiche!
Auch heute noch sind die Menschen kreativ und denken sich immer neue Geschichten aus, denen andere auf den Leim gehen sollen. So lassen sich auch viele Redaktionen die humorvollen Falschmeldungen am 1. April nicht nehmen. Lachen entspannt das Miteinander!
Am besten ist und bleibt jedoch immer noch der Humor, der auf die eigene Rechnung und nicht auf Kosten anderer geht. Wählen Sie harmlose Scherze mit Niveau, über die auch der Hereingelegte schmunzeln kann.
So wirken Ihre Ostergrüße stilvoll und frühlingshaft
Ostergrüße sind eine gute Alternative zu Weihnachtsgrüßen. Wenn Sie beim Empfänger mehr Aufmerksamkeit erregen wollen, sollten Sie einmal Ostergrußkarten verschicken.
Der große Knigge-Tipps für Ihre Ostergrüße:
- Wählen Sie ein passendes Motiv: Eine Künstlerkarte mit modernen Blumen- oder Landschaftsmotiven wirkt zeitgemäßer als eine, auf der ein Bastkorb mit Ostereiern abgebildet ist.
- Entrümpeln Sie Ihre Sprache: Modern wirkt Ihr Gruß, wenn Sie sich für einfache, klare Formulierungen entscheiden und auf Floskeln verzichten.
- Senden Sie Frühlingsgrüße statt Ostergrüße, wenn Ihnen ein religiöser Kontext unpassend erscheint.
- Im Frühling erwacht die Natur zum Leben, und auch die Menschen erfreuen sich an den wärmeren Temperaturen und den helleren Tagen.
Bringen Sie Ihre Freude zum Ausdruck, wie es zum Beispiel Eduard Mörike (deutscher Lyriker) tat: „Frühling lässt sein blaues Band / wieder flattern durch die Lüfte. / Süße wohl bekannte Düfte / streifen ahnungsvoll durch das Land.“
Senden Sie gegebenenfalls ein passendes Geschenk mit: einen Frühlingsstrauß, einen Bild- oder Gedichtband, eine Einladung zur erste Garten-Party des Jahres.
Der große Knigge-Extra-Tipp: Es ist auch möglich, Ihre Ostergrüße per E-Mail oder E-Post-Karte zu versenden. Es gilt: Je privater der Kontakt und je elektronikinteressierter der Adressat, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Sie mit einem elektronischen Ostergruß Freude bereiten.
Warum Sie auch zu Ostern Grüße versenden sollten
Wissen Sie noch, ob Sie letztes Jahr Ostergrüße bekommen oder verschickt haben? Zu Weihnachten ist es sehr populär, sich mit einem Brief oder einer Karte bei Freunden, Familienmitgliedern und Geschäftspartnern zu melden. Doch zu Ostern? Hält man Sie womöglich für altmodisch, wenn Sie Ihren Bekannten Ostergrüße schicken?
Der große Knigge-Tipp: Generell gilt: Zu Ostern Karten zu versenden ist keine Pflicht, die Erwartungshaltung ist nicht so groß wie zu Weihnachten. Das bedeutet jedoch nicht, dass dieser Brauch altmodisch ist und in die Mottenkiste gehört. Im Gegenteil! Wer wird nicht gern mit ein paar netten Zeilen und guten Wünschen überrascht?
Nutzen Sie diese Gelegenheit, um alte Kontakte aufzufrischen, sich in Erinnerung zu rufen und anderen eine Freude zu machen.
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Keine nackten Tatsachen: Wann Sie nicht unverhüllt in die Sauna gehen sollten
In japanischen Heilbädern wird gänzlich unverhüllt geschwommen. In Deutschland halten sich selbst in einer gemischten Sauna die Besucherinnen und Besucher unbekleidet auf. In Frankreich, Spanien, den USA und vielen anderen Ländern ist es jedoch keinesfalls üblich, andere vor nackte Tatsachen zu stellen. Hier sind Badehäuser oder zumindest -abteilungen für Damen und Herren voneinander getrennt.
In Ihrer Kellersauna bestimmen Sie und Ihre Gäste natürlich selbst, wie Sie sich verhalten. In Hotels, in denen auch ausländische Gäste wohnen, ist jedoch Vorsicht angebracht. Denn nicht jeder kennt die deutschen Sauna-Sitten.
Der große Knigge-Empfehlung: Respektieren Sie die Schamgrenze anderer Gäste. Sie brauchen deswegen nicht im Badeanzug zu schwitzen. Nehmen Sie einfach ein zweites Handtuch mit und schlagen Sie es gegebenenfalls in der Sauna lose um Ihren Körper.
Wann Sie Fremde grüßen sollten
Beim Wandern haben Sie das vielleicht schon erlebt: In dünn besiedelten und touristisch kaum erschlossenen Gegenden grüßen sich die Menschen, die einander begegnen, ohne Ausnahme. Auf dem Bürgersteig einer Großstadt wäre das undenkbar: Je mehr fremde Menschen sich auf einem Fleck befinden, desto größer scheint ihr Bedürfnis nach Abgrenzung und Anonymität zu sein.
Der große Knigge-Tipp: Dennoch bleibt es eine höfliche Sitte, den Tagesgruß zu entbieten ...
- wenn Sie Fremde nach dem Weg fragen
- wenn Sie ein Ladenlokal, eine Arztpraxis, ein Amtszimmer, ein Sekretariat betreten
- wenn Sie auf Verkäufer, Kassiererinnen usw. zugehen, auch im Supermarkt
- beim Eintreten in ein Wartezimmer
- wenn Sie ein Zugabteil betreten
- gegenüber den unmittelbaren Sitznachbarn im Flugzeug und im Zug
Es ist – leider – unüblich geworden, dass Personen, die im Bus oder in der U-Bahn Platz nehmen, auf einer engen Treppe aneinander vorbeigehen oder am Waschbecken einer Toilette aufeinander warten, sich grüßen. Doch wenigstens ein freundliches Nicken sollte sein!
Setzen Sie die Ellenbogen ein – mit gutem Gewissen
Wer in Gesprächen – beispielsweise im Büro – besonders überzeugen möchte, sollte laut dem großen Knigge öfter seine Ellenbogen einsetzen. Allerdings anders, als Sie das jetzt gerade denken: Eine (tatsächliche!) kurze Berührung am Ellenbogen des Gegenübers wirkt Wunder. So sagt der sehr bekannte britische Körpersprache-Spezialist Allan Pease.
Experimente haben nämlich gezeigt, dass Kollegen nach einer solchen Berührung bereitwilliger zusammenarbeiten. Allerdings müssen dabei einige Regeln beachtet werden, um nicht aufdringlich zu erscheinen:
So berühren Frauen einander instinktiv am Unterarm; tun sie das jedoch bei einem männlichen Kollegen, könnte er es als Annäherungsversuch auffassen. Männer bevorzugen nämlich unbewusst die Berührung am Oberarm – auf die wiederum Frauen empfindlich reagieren.
Für Männer und Frauen gilt: Die Berührung sollte in jedem Fall nur leicht sein und nicht länger als 3 Sekunden dauern. Und andere Körperteile wie Rücken, Hände oder gar Beine und Po sind laut Allan Pease tabu.
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