Wie pünktlich ist pünktlich?

5 Gründe, um pünktlich zu sein

Wissen Sie immer genau, wie viel Pünktlichkeit von Ihnen erwartet wird? Wann dürfen Sie ruhig eine Viertelstunde eher erscheinen und wann müssen Sie auf die Minute pünktlich sein?

Dieser Beitrag aus dem großen Knigge gibt Ihnen praktische Tipps, wie Sie angemessen mit der Unpünktlichkeit anderer umgehen können. Lesen Sie auch, wie es Ihnen selbst gelingt, das richtige Maß an Pünktlichkeit zu finden.

Quelle: Fotolia © Dan Kosmayer

5 gute Gründe, pünktlich zu sein


Wie ist es um Ihre Pünktlichkeit bestellt? Gehören Sie zu den Menschen, die immer zu früh an Ort und Stelle sind? Oder eher zu denen, die Verabredungszeiten – ganz in südländischer Mentalität – als „unverbindliche Empfehlungen“ verstehen?

Es gibt viele gute Gründe, im Sinne des Gastgebers, des Veranstalters, des Gegenübers pünktlich zu sein!

  1. Unpünktlich ist auch unökonomisch

    Andere Menschen warten zu lassen ist unhöflich und zumindest im Berufsleben ein teurer Luxus, schließlich werden die meisten Arbeitskräfte pro Zeiteinheit bezahlt. Und auch der Selbstständige, der pro Projekt bezahlt wird, kalkuliert mit einem Stundensatz.

    Lässt ein Chef seine Mitarbeiter oder ein Kunde seinen Dienstleister warten, sind die Wartenden meistens zur Untätigkeit verbannt. Wer seinen Laptop, den Blackberry oder das Handy dabei hat, kann vielleicht noch einige Telefonate führen oder E-Mails beantworten.

    Doch wenn der Termin dann beginnt, ist man müde, gelangweilt oder gedanklich ganz woanders.

  2. Schluss mit Machtspielen: Seien Sie Vorbild Schluss mit Machtspielen

    Sicher kennen Sie das: Im Berufsleben kommt in der Regel immer die mächtigste Person zu spät und lässt ihre Untergebenen warten. Dies ist eine Machtdemonstration mit der Botschaft: Ich bin so wichtig, dass alle anderen auf mich warten müssen. Die Belegschaft nimmt dies zähneknirschend hin und denkt während der Wartezeit wahrscheinlich an die vielen unerledigten Aufgaben, die noch auf sie warten.

     Appell an Führungskräfte

    Ein Appell an alle Chefs, die diese Zeilen lesen: Beenden Sie solche Machtinszenierungen! Sie sind unwirtschaftlich, frustrieren die Mitarbeiter und beeinflussen die Firmenkultur negativ.

    Fast pünktlich Bedenken Sie: Als Führungskraft sind Sie immer Vorbild, auch wenn Sie sich im eigentlichen Sinne gar nicht vorbildlich verhalten. Schließlich haben Sie es mit Ihrer Art geschafft, Chef zu werden. Also ist Ihr Verhalten für Ihr Team Erfolg versprechend und nachahmenswert.

    Wenn Sie Ihre Mitarbeiter warten lassen, werden diese sich ein Beispiel an Ihnen nehmen. Sie werden ebenfalls ihre Untergebenen, Dienstleister, Kunden etc. warten lassen, um sich mächtig und bedeutend zu fühlen.

    Die moderne Führungsdefinition lautet: Führung ist Dienstleistung für den Mitarbeiter. Ein Chef, der sein Team warten lässt, dient ihm nicht gut. Allen ist geholfen, wenn Termine eingehalten werden und Veranstaltungen pünktlich beginnen.

  3. Pünktlichkeit schont Ihre eigenen Nerven

    Wer immer zu spät kommt, ist andauernd unter Zeitdruck und im Stress. Vielleicht können Sie im Beruf Ihre Mitarbeiter warten lassen. Doch am Flughafen wird keine Maschine extra auf Sie warten (sofern Sie nicht gerade Staatsoberhaupt sind).

    Oft müssen Sie pünktlich sein, um keine Nachteile zu erleiden. Am besten, Sie gewöhnen sich bereits im Alltag daran. Der Lohn ist ein souveräner und entspannter Umgang mit der Zeit.

  4. Sie wirken souverän und kompetent

    Ich weiß nicht, aber vor 15 Jahren hat man noch gedacht, wenn man in einer Arztpraxis ein überfülltes Wartezimmer betrat: „Dieser Arzt muss gut sein, wenn so viele Patienten bereit sind, stundenlang zu warten.“

    Heute denkt man eher: „Dieser Arzt muss eine schlechte Praxisorganisation oder wenig Wertschätzung für seine Patienten haben, wenn er so mit ihrer Zeit umgeht.“

    Die Dinge ändern sich: Wer andere warten lässt oder ständig zu spät kommt, wirkt heute nicht mehr unbedingt wichtig und mächtig, sondern eher inkompetent. Schnell vermutet man einen Mangel an Organisationsgeschick oder eine nachlässige Haltung.

    Wer immer spät dran ist, wirkt gestresst statt souverän.

  5. Ihr Gegenüber wird es Ihnen danken

    Wie fühlen Sie sich, wenn Sie aus wenig triftigen Gründen auf den Handwerker, den Freund oder die Kundin warten müssen? Unpünktlichkeit lässt auf mangelnde Wertschätzung und Achtsamkeit schließen - umgekehrt zeigen Sie durch rechtzeitiges Erscheinen, wie wichtig Ihnen der andere und das Treffen mit ihm ist.

 

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Karrierefaktor gute Umgangsformen und stilsicheres Auftreten – wie sieht es da bei Ihnen aus?

Quelle: Fotolia © Monkey Business

Dass Sie mit Feingefühl und souveränem Auftreten Sympathiepunkte sammeln, wissen Sie natürlich. Aber – wüssten Sie auch,

  • ob Sie grüßen sollten, wenn Sie Ihre Chefin/Ihren Chef auf der Toilette treffen?
  • wie Sie stilvoll reagieren, wenn Ihnen im Meeting ein peinlicher Versprecher unterläuft?
  • bei welchen Veranstaltungen von Ihnen pünktliches Erscheinen erwartet wird – und wann es stilvoller ist, lieber ein wenig zu spät zu kommen?
Wenn Sie diese Etikette-Fallen kennen, haben Sie vielen Kollegen etwas voraus: Man wird Sie nicht nur für sympathisch, sondern für KARRIERE-TAUGLICH halten ... und Sie haben Job-Chancen, die anderen für immer verschlossen bleiben. Einfach nur, weil Sie sich sicher in Gesellschaft und Job bewegen.

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Immer zu spät? So schaffen Sie Abhilfe


Einige Menschen sind fast immer zu spät. Wichtig ist, die Ursachen zu erkennen, warum jemand so große Probleme hat, pünktlich zu sein.


1. Ursache: Schlechtes Zeit-Management
Eine Freundin von mir war früher immer zu spät dran. Auf eines konnte man sich verlassen: Dass sie nicht zur vereinbarten Zeit da ist. Da allerdings kein Mensch gern wartet, mochte sich irgendwann auch niemand mehr mit ihr verabreden.

Diese Freundin hat es mittlerweile geschafft, so zu planen, dass sie pünktlich ist. Sie selbst sagt:

„Früher habe ich zu knapp kalkuliert: 5 Minuten duschen, 10 Minuten fertig machen, 10 Minuten Wegzeit. In Wirklichkeit aber dauerte die Dusche nicht 5, sondern 8 Minuten. Dann 15 Minuten, bis die Haare trocken und frisiert waren, 10 Minuten, um im Kleiderschrank ein passendes Outfit zu finden, 10 Minuten Wartezeit im Verkehr, 10 Minuten Parkplatzsuche, 3 Minuten Fußweg. Ruck, zuck war ich mindestens eine halbe Stunde zu spät.“

Mittlerweile plant sie auch für die Kleinigkeiten Zeit ein, beginnt rechtzeitig mit ihren Vorbereitungen und ist tatsächlich auf die Minute pünktlich!

Gibt es ein Pünktlichkeits-Gen?

Planen Sie realistisch. Wenn ein Flug nach New York 8 Stunden dauert, können Sie nicht in 5 Stunden dort sein. Das leuchtet ein! Doch im Alltag glauben viele Menschen, dass sie Aufgaben auch in der Hälfte der Zeit erledigen könnten - und sind chronisch unter Zeitdruck.

Es gibt kein Pünktlichkeits-Gen, das dafür sorgt, dass einige Menschen pünktlich sein können und andere nicht. Jeder Mensch kann lernen, realistisch zu kalkulieren und Zeiten einzuhalten!

 

2. Ursache: Unpünktlichkeit als Statussymbol der Mächtigen

Als Führungskraft haben Sie es in der Hand, archetypische Verhaltensweisen abzulegen und eine neue Ära einzuleiten: Pünktlichkeit von allen – für alle.

Leiden Sie als Mitarbeiter unter solchen Machtspielchen, ist es schwierig: Sie können Ihre Chefin oder Ihren Chef schließlich nicht anweisen, demnächst gefälligst besser zu planen. Eventuell können Sie sich mit anderen Mitarbeitern zusammenschließen und Ihren Wunsch nach mehr Pünktlichkeit und mehr Effizienz beim nächsten Meeting gemeinsam vortragen.

Ansonsten: Arrangieren Sie sich mit der Situation und füllen Sie die Wartezeit sinnvoll, z. B., indem Sie Fachliteratur lesen. Machen Sie es eines Tages besser, wenn Sie selbst die Karriereleiter hochklettern und Führungsverantwortung haben sollten.

 

3. Ursache: Kein Interesse

Oft ist Desinteresse der Grund für Verspätungen: Der junge Mann hält die Verabredung mit seiner neuen Freundin nicht ein, weil er auf eine Beziehung mit ihr keine Lust hat. Er ist zu feige, ihr das zu sagen, und hofft, dass sie das auf diese Weise schon von allein merken wird.

Oder: Der Mitarbeiter mag weder seinen Chef noch seine Arbeit noch die Firma. Also fährt er zu spät zum Kundentermin los und legt dann noch eine Frühstückspause ein. Nach dem Motto: Wenn man schon zu spät ist, dann kommt es auf die 20 Minuten auch nicht mehr an.

In solchen Fällen ist immer ein klärendes Gespräch angebracht: Gibt es Gründe, warum der andere so demotiviert ist und so wenig Interesse zeigt? Lässt sich das ändern? Im Zweifelsfall muss man sich trennen: Geschäftliche und private Beziehungen können auf Dauer nur funktionieren, wenn beide Seiten daran interessiert sind und einander wichtig nehmen.

 

4. Ursache: Fehlendes Bewusstsein

Manchmal ist Unwissenheit der Grund dafür, dass jemand nicht pünktlich erscheint. Ein Spanier, der statt um 20 Uhr um 21:30 Uhr zum Abendessen erscheint, ist sich vielleicht keiner Schuld bewusst. Und andere Gäste ahnen nicht, wie sehr sie stören, wenn sie bereits um 19 Uhr vor der Tür stehen.

Hier ist es wichtig, die Etiketteregeln zu kennen.

 

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Moderne geschäftliche Umgangsformen haben nichts mit der Frage zu tun, ob man zu anderen Menschen höflich ist oder nicht. Das ist eine Selbstverständlichkeit.

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Trotz aller Planung zu spät – was tun?


Trotz guter Organisation kann es immer einmal vorkommen, dass man sich verspätet: Ein Flugzeug kann wegen einer Schlechtwetterfront nicht starten, die Bahn hat ein größeres technisches Problem, oder Ihnen passiert es einfach, dass Sie verschlafen.

Für solche Fälle gibt es Mobiltelefone: Rufen Sie zumindest an und geben Sie Bescheid, dass Sie nicht pünktlich sein können. Entschuldigen Sie sich für die Unannehmlichkeit und bleiben Sie ehrlich.

Flunkern Sie nicht („Der Stadttunnel war gesperrt“). Vielleicht ist Ihr Gegenüber heute Morgen auch durch den Stadttunnel gefahren und weiß, dass dieser frei war. Halten Sie sich an die Wahrheit und versuchen Sie es mit einer Prise Humor:

„Mir persönlich wäre es sehr angenehm, wenn ich Ihnen jetzt eine außergewöhnliche, spannende Geschichte erzählen könnte, warum ich mich verspätet habe. Doch leider habe ich nur verschlafen – es tut mir leid.“


Haben Sie eine weite Anreise? Befürchten Sie, dass Sie trotz guter Planung unpünktlich sein könnten? Thematisieren Sie dies, bevor Sie den Termin ausmachen:

  • Vereinbahren Sie Zeitspannen: Sie sind zwischen 13 und 13:30 Uhr beim Kunden und melden sich an der Rezeption.

  • Holen Sie Ihre Freundin ab, statt sie allein im Restaurant warten zu lassen: „Ich weiß nicht ganz genau, wie lange der Zahnarztbesuch dauert. Ich rufe dich an, wenn ich fertig bin, und hole dich anschließend zuhause ab.“

  • Warnen Sie Ihr Gegenüber vor: „Ich versuche pünktlich zu sein. Es kann jedoch sein, dass ich ein paar Minuten später da sein werde. Fangt in diesem Fall bitte schon ohne mich an.“

So kann sich Ihr Gesprächspartner auf eventuelle Verspätungen einstellen. Das Warten ist zwar immer noch unangenehm, aber zumindest ist niemand negativ überrascht.

 

Wenn Sie sich bei Großveranstaltungen verspäten


In großer Runde sollten Sie durch Ihre Verspätung so wenig wie möglich stören. Setzen Sie sich auf einen äußeren freien Platz und verhalten Sie sich ruhig. Nicken Sie dem Gastgeber, der Referentin oder dem Moderator ggf. zu und entschuldigen Sie sich anschließend, z. B. in der Pause, für Ihre Verspätung.

Der große Knigge-Extra-Tipp für Gastgeber

Laden Sie Gäste in ein Restaurant ein und sind als Gastgeber verspätet, ist die Situation besonders unangenehm. Sensible Gäste kämen nie auf die Idee, sich bereits zu setzen, ohne Ihre Vorstellungen der Sitzordnung zu kennen, oder sogar schon ungefragt das erste Getränk auf Ihre Rechnung zu ordern.

In solchen Fällen rufen Sie als Gastgeber am besten im Restaurant an. Lassen Sie Ihren Gästen ausrichten, dass Sie sich verspäten werden, und bitten Sie darum, dass man Ihre Gäste bereits zum Tisch führt und ihnen einen Aperitif anbietet.


 

Gar nicht gern gesehen: Gäste vor der Zeit

Gerade bei privaten Einladungen nach Hause gilt: Sind Sie als Gast zu früh, nutzen Sie die Zeit am besten für einen kurzen Spaziergang, ein Handy-Telefonat oder eine kurze Lektüre.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie den anderen beim Arbeiten oder bei Vorbereitungen stören, wenn Sie zu früh vor der Tür stehen, ist groß. Wer zu früh erscheint, ist auch unpünktlich!

 

Das können Sie tun, wenn der andere Sie warten lässt

Lässt man Sie ohne guten Grund warten, haben Sie 2 Möglichkeiten: Sie entschuldigen die Verspätung schnell und wohlwollend oder Sie fordern mehr Pünktlichkeit. Entscheiden Sie!

Schnelles, wohlwollendes Entschuldigen ist angemessen, wenn

  • es sich um eine einmalige Verspätung handelt oder
  • wenn Sie spüren, dass der andere ein schlechtes Gewissen hat oder
  • wenn Sie selbst auch hin und wieder zu spät kommen und auf Wohlwollen angewiesen sind.

Fordern Sie den anderen zu mehr Pünktlichkeit auf, wenn

  • sich die Person oft verspätet,
  • sie ihre eigenen Verspätungen für harmlos und normal hält,
  • Sie dahinter ein Machtspiel oder mangelndes Interesse vermuten.

Der große Knigge-Extra-Tipp: Seien Sie dabei strikt

Schildern Sie Ihren Unmut und Ihre Erwartungen: „Mich stört es, hier alleine zu sitzen und zu warten. Ich selbst habe mich sehr beeilt, um dich nicht warten zu lassen. Bitte sei das nächste Mal pünktlich.“ Setzen Sie selbst eine Grenze, warten Sie z. B. eine Viertelstunde. Ist Ihr Gegenüber bis dahin nicht da, stehen Sie auf und gehen.


 

Praxis-Tipps für Referentinnen und Moderatoren


Als Referent oder Moderatorin werden Sie bei einmaligen Veranstaltungen die Verspätungen der Teilnehmer hinnehmen müssen. Beginnen Sie pünktlich und ignorieren Sie die verspäteten Gäste, ohne extra eine Zusammenfassung für die Nachzügler zu geben.

Ausnahme: Sie wissen, dass die Verspätungen nicht selbst verschuldet sind, z. B.: Eine Straße ist gesperrt und alle Teilnehmer, die von Norden kommen, müssen einen großen Umweg fahren.

Der große Knigge-Extra-Tipp: Krumme Anfangszeiten

Ein Trick, der Pünktlichkeit bewirkt: Nennen Sie eine krumme Anfangszeit. Beginnen Sie zum Beispiel um 8.57 Uhr statt um 9 Uhr. Dadurch erreichen Sie eine höhere Aufmerksamkeit und suggerieren, dass jede Minute zählt.


Stellen Sie Spielregeln auf

Bei regelmäßigen Meetings können Sie Spielregeln aufstellen: Die Tür wird abgeschlossen, der Letzte muss das Protokoll schreiben oder die nächste Sitzung vorbereiten.

Widmen Sie dem Thema Pünktlichkeit einen eigenen Agendapunkt. Erläutern Sie, warum Ihnen rechtzeitiges Erscheinen so wichtig ist.

Greifen Sie als Leiterin oder Moderator ein

Halten Referenten ihre Vortragszeit nicht ein, dürfen Sie als Leiter oder Moderatorin ebenfalls eingreifen. Sie sind der Wächter des Zeitplans: „Herr Kunz, Sie haben noch 3 Minuten, bitte kommen Sie zum Schluss.“

 

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Quelle: Fotolia © Kzenon

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Die Etikette der Pünktlichkeit: Diese Grundsätze gelten

Um Missverständnisse zu vermeiden, ist es wichtig, dass Gastgeber und Gast eine Sprache sprechen. Die Bedeutung dieser Zeitkürzel sollten Sie kennen:

„s. t.“ und „c. t.“

Bei offiziellen Einladungen werden manchmal Abkürzungen verwendet, die Verwirrung stiften können:

  • „s. t.“ (lateinisch „sine tempore“) bedeutet wörtlich übersetzt „ohne Zeit“. Man erwartet absolute Pünktlichkeit von Ihnen. Beginnt z. B. ein Festakt um 11 Uhr s. t., dann sollten Sie nicht nur um 11 Uhr da sein, sondern bereits auf Ihrem Platz sitzen.

  • „c. t.“ (lateinisch „cum tempore“) heißt „mit Zeit“. Beginnt die Veranstaltung um 11 Uhr c. t., haben Sie 15 Minuten Zeit, um Ihren Platz einzunehmen: Um 11:15 Uhr beginnt der Festakt.

Übrigens: Statt „c. t.“ wird auch manchmal die Bezeichnung „akademisches Viertel“ verwendet, da viele Universitäten diese Verspätung gewährten.

Ursprünglich diente die erste Viertelstunde der Vorlesung nämlich dazu, den Stoff der letzten Stunde zu wiederholen. Wer darauf verzichten wollte, durfte 15 Minuten später eintreffen. Heute bedeutet „9 Uhr c. t.“, dass alle Studierenden um 9:15  Uhr ihre Plätze eingenommen haben sollten und die Vorlesung auch erst dann beginnt.

 

Pünktlich auf den Platz

Besonders wenn Ihre Sitzplätze in der Mitte einer Reihe sind (z. B. im Kino, im Theater, bei Konzerten etc.), sollten Sie ein paar Minuten vor der Zeit Platz nehmen, damit nicht alle extra für Sie aufstehen müssen. Mitdenken ist gefragt!

 

5 Minuten vor der Zeit ...

... sind allerdings nicht immer des Kaisers Höflichkeit. Gerade bei privaten Einladungen sollten Sie weder zu früh noch zu spät erscheinen. Es hängt von der Formulierung ab. Lautet die Einladung „Wir laden Sie um 20 Uhr zum Abendessen ein“, sollten Sie möglichst um Punkt 20 Uhr klingeln.

Mehr Spielraum

Will der Gastgeber seinen Gästen mehr Spielraum gewähren, sollte er folgende Formulierungen wählen:

  • „Wir bitten Sie zwischen 19 Uhr und 19:15 Uhr zum Aperitif. Das Essen beginnt um 19:30 Uhr.“

  • „Ab 18 Uhr steht die Tür unserer neuen Wohnung für euch offen. Das Buffet ist für 19 Uhr bestellt.“

  • „Es freut mich, dass wir zusammen kochen. Ich erwarte euch gegen 19 Uhr.“

  • „Die Party beginnt um 21 Uhr, das Ende ist offen.“

Bei diesen Formulierungen weiß der Gast, dass es auf ein paar Minuten nicht ankommt.

Stecken Sie den Zeitrahmen ab

Als Gastgeber können Sie den Zeitrahmen auch vorab festlegen:

  • „Wir laden Sie herzlich von 10 Uhr bis 13 Uhr zum Brunchen ein.“

  • „Wir laden Sie herzlich zu einem Empfang zwischen 10 und 14 Uhr ein.“

In dieser Zeitspanne können die Gäste kommen und gehen. Für die Gäste gilt: Sie sollten mindestens eine halbe bis eine Stunde bleiben, alles andere wäre unhöflich.

 
Ausblick: Deutsche Pünktlichkeit – ein Mythos?

Manieren differieren und auch das weltweite Verständnis von Pünktlichkeit ist unterschiedlich. Das ist die Erkenntnis einer GFK-Studie, die im Auftrag des Wall-Street-Journals im Dezember 2007 durchgeführt wurde. Befragt wurden in dieser Studie alle europäischen Länder (inklusive der Türkei, Russland) und die USA.

Nicht erstaunlich: Insgesamt sind etwa 2/3 der weltweit Befragten dafür, dass man bei externen Verabredungen mit Freunden pünktlich oder etwas eher eintreffen sollte.

15 % halten eine Verspätung von 5 Minuten für akzeptabel, und immerhin 11 % halten das akademische Viertel für vertretbar. Lediglich 3 % haben keine Bedenken, Freunde eine halbe Stunde lang warten zu lassen.

 Absolute Pünktlichkeit: Nur für 18 % der Deutschen wichtig

Verwunderlich: Um die deutsche Pünktlichkeit scheint es laut Studie nicht so gut bestellt zu sein. Absolute Pünktlichkeit ist nämlich nur für 18 % der Deutschen wichtig.

Mehr als die Hälfte toleriert Verspätungen bis zu einer Viertelstunde. Allerdings sind sich 98 % einig: 15 Minuten sind die maximale Wartezeit bei privaten Verabredungen.

Man staune: Sehr viel Wert auf absolute Pünktlichkeit legen laut Studie also nicht die Deutschen, sondern die Österreicher, die Russen und die Italiener. Mehr als 8 von 10 Befragten in diesen Ländern sind der Meinung, dass man absolut pünktlich oder etwas eher eintreffen sollte.

Der große Knigge-Fazit: Im Privaten gehen die Deutschen mittlerweile wohl etwas lockerer mit der Zeit um und gewähren ihren Freunden gern ein paar Minuten Verspätung. Doch 15 Minuten sind die Schmerzgrenze! Und im Beruf kommt es natürlich nach wie vor auf Korrektheit, Genauigkeit und Pünktlichkeit an.

  Auf einen Blick: Wie pünktlich ist pünktlich?

 

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Quelle: Fotolia © WavebreakmediaMicro

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  • Warum Sie lieber einmal zu viel als zu wenig grüßen sollten
  • Welche Grußfloskel Sie NIEMALS sagen sollten, wenn Sie nicht als TAKTLOS gelten wollen
  • Wann und wie Sie sich richtig bedanken und was Sie davon haben
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